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Robert Kastenbaum, Direktor für Psychologische Forschung am geriatrischen Cushing-Hospital in Framingham (Massachusetts), legt zusammen mit 18 Mitarbeitern (Psychiatern, Internisten, Psychologen, Soziologen) vielfältige Untersuchungsergebnisse zum Leitthema „Old Age“ vor. Die Mehrzahl der Autoren steht in festen Arbeitskontakten
zum Cushing-Hospital, das Raum für 650 Patienten (Durchschnittsalter: 81 Jahre) hat und der sozialen Fürsorge, ärztlichen Betreuung sowie Rehabilitierung alter Menschen dient.
Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert, so daß eine gute Übersicht gewahrt bleibt.
Der erste Abschnitt, der theoretische Aspekte behandelt, hat vornehmlich die — soziologisch zentrierte — Cumming-sche „Disengagement-Theory“ sowie „Gedanken zu einer psychoanalytischen Theorie vom Altern und Tod“ (Philip E. Slater) zum Gegenstand. Im zweiten Abschnitt werden spezielle psychologische und soziologische Aspekte alter Menschen diskutiert. Hier sind — durch Ruth Aisenberg publizierte — Selbstschilderungen alter Psychologen besonders erwähnenswert.
Der dritte Abschnitt („Clinical Explorations“) — der für den therapeutisch orientierten Arzt und Psychologen wohl interessanteste — enthält eine Fülle klinischer Aspekte bei alten Patienten. Eugenia S. Shere schreibt über gruppentherapeutische Erfahrungen und Margaret Wallace über „Speech Therapy“ bei Aphasikern. Kastenbaum und Slater berichten über die — methodisch recht originell nachgewiesene — Förderung des zwischenmenschlichen Beziehungsverhaltens geriatrischer Patienten nach Weingenuß. Isabel Banay bringt breit angelegte, soziologische Betrachtungen, Sally O'Neill beherzigenswerte Überlegungen und gründliche Erfahrungen zum „Training“ sowie zum — therapeutisch wirksamen — Verhalten von Krankenschwestern in der Beziehung zu alten Patienten. Der Depression im hohen Alter widmet Sidney Levin eine Studie. Kastenbaum analysiert in kritischer und einleuchtender Weise die „Reserve“ vieler Therapeuten gegenüber der seelischen Behan