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Dynamische Vorstellungen breiten sich in der Psychiatrie immer mehr aus, wie Meerwein vorzüglich nachweist. G. Huber schreibt in seiner großen Zusammenfassung der Forschungen über den Wahn 1954 bis 1963 (Fortschritte der Neurologie und Psychiatrie, 32, , ):
„Sicher vermögen biographische und allgemein psychisch-reaktive Momente und damit auch Psychotherapie die Manifestation, das ‚Jetztsein‘ (v. Baeyer) und die Verlaufsdynamik des Wahns mehr oder weniger weitgehend im negativen oder positiven Sinne zu beeinflussen, ist es im Einzelfall durchaus denkbar, daß ein Wahn ohne eine bestimmte lebensgeschichtliche Krisen-situation nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern später, vielleicht auch überhaupt nicht (Zutt) aufgetreten wäre; das Vorkommen einer Heilung, eines Verschwindens des Wahnes unter rein psychologischen, psychisch-reaktiven oder psychotherapeutischen Einflüssen ist unbezweifelbar (Huber).“
Bister unternimmt es, im vorliegenden Buch die psychotherapeutische Arbeit mit Wahn-Kranken auf zwei Phänomene zu untersuchen.
Die Arten der Kommunikation, die mit Schizophrenen möglich sind.
Der Symptomwandel, der „Gestaltwandel“ oder die Umwandlung der Person unter der Psychotherapie.
Das erste Anliegen muß als erfolgreich, das zweite aber wohl als mißglückt angesehen werden. Außer der Einleitung über Kommunikation referiert der Autor noch in einem Kapitel über das gestörte Zeiterleben von Schizophrenen. Über die Hälfte des Buches ist den zwei Falldarstellungen gewidmet von zwei chronisch paranoid Wahnkranken.
Der Autor macht sich gründliche Überlegungen über Kommunikation und die besonderen Eigenheiten der Kommunikation Schizophrener, (wobei er sich besonders auf die Arbeiten von Lidz, Redlich und Erikson stützt). Dabei referiert der Autor eine große Anzahl deutschsprachiger Psychiater, so daß die Einleitung des Buches einen breiten Einblick bietet in die Kontroversen über Verstehbarkeit und Uneinfühlbarkeit in den schizophren Kranken.