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Nach einer kurzen Darstellung des depressiven Syndroms und Hinweisen zur Abschätzung der Suicidalität wird die Diagnostik der einzelnen depressiven Krankheitsbilder, darunter die von Kielholz abgegrenzte Erschöpfungs-depression, abgehandelt. Ein weiteres Kapitel ordnet den Stoff unter differential-diagnostischen Gesichtspunkten. In dem der Therapie gewidmeten Teil des Buches ist als besonders dankenswert der Abschnitt über den neuesten Stand der pharmakologischen Behandlung hervorzuheben. Hinzuzufügen wäre vielleicht eine Anmerkung über durch Neuroleptica ausgelöste Depressionen. Abschließend werden Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie von Depressiven erörtert.
Der Autor betont und begründet die Notwendigkeit nosologischer Diagnostik und sucht zugleich der sowohl unter psychodynamischen wie pharmakodynamischen Gesichtspunkten sich aufdrängenden mehr phänomenologischen Orientierung im Rahmen dieses für den Praktiker geschriebenen Abrisses gerecht zu werden. Der Leitfaden wird so nicht nur Lernenden wertvoll sein, sondern ist als Zusammenfassung neuerer Erfahrungen und Aspekte darüber hinaus aktuell.