You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Dieses ‚Arbeitsbuch‘, das innerhalb der relativ jungen „Neuen Wissenschaftlichen Bibliothek“ erschien, dürfte durch sein internationales Angebot an sorgfältig zum Thema ausgewählten aktuellen Standard-Originaltexten oder deren zuverlässigen Übersetzungen dem im angelsächsischen Universitätsbereich üblichen ‚Reader‘ vergleichbar sein.
Die Einführung des Herausgebers (Ordinarius für Soziologie an der Freien Universität Berlin) stellt eine kritische Foci setzende und auf zentrale Forschungsfragen verweisende Gesamtübersicht dieser Beiträge bekannter Wissenschaftler dar.
So klingen bereits problematische Fragen an, z. B. wie diese, inwieweit die Hypothese, daß die Jugend eine „Teilkultur der Gesellschaft“ (im Sinne „einer eigenständigen modernen Jugendkultur“) darstelle, eine Bestätigung erfahre, oder die Frage, inwieweit das Verhältnis der Jugendlichen zur Welt der Erwachsenen von Widerstand oder Anpassung bestimmt werde; „ob eher Disharmonien oder aber der Gesamtzustand der modernen Gesellschaft das Verhalten der Jugendlichen“ erkläre; inwieweit „die vielfältigeren Normen, denen Jugendliche heute begegnen, in der Regel einander widersprechen und so das Aufwachsen erschweren oder ob sie sich tendenziell ergänzen, gemeinsam rasche Anpassung befördern, aber damit die Heranwachsenden frühzeitig gesamtgesellschaftlichen Widersprüchen aussetzen“. In dieser Vororientierung deutet sich die Intention des Buches an, Probleme innerhalb der Jugendforschung aufzuzeigen, die mit diesen Beiträgen nicht eindeutig beantwortet, vielmehr aus sozialpsychologischer, sozialanthropologischer, entwicklungspsychologischer und analytischer Sicht beleuchtet werden.
Daher dürfte sich dieser Band als Lektüre und Diskussionsgrundlage für einschlägige Vorlesungen und Seminare eignen.
Es ist ein weiteres Charakteristikum, daß dieser Band einen Vergleich der Status- und Einstellungsfragen innerhalb der Jugend der entwickelten Industrieländer Europas, Amerikas und Asiens anbietet, wobei auch Forschungs