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Der Autor ist Ordinarius für Soziologie der Universität Bristol und durch seine folgenden Bücher bekannt:
The Coloured Quarter; White and Coloured; Darwinism and the Study of Society (Herausgeber); The Policeman in the Community.
Banton entwirft in diesem sozialpsychologisch und fast im Übermaß kultur-anthropologisch orientierten, für Laien und Studierende gleichermaßen unterhaltsamen und interessanten, voraussetzungslos und klar geschriebenen Einführungsbuch ein Bild zusammenhängender Verhaltenssequenzen. Für den mit Beiträgen deutscher Wissenschaftler wie René König, Hofstätter, Dahrendorf und Tenbruck zum Rollenbegriff vertrauten Leser stellt dieses Buch eine kritische, weniger systematisch als vielseitig präsentierte theoretische Ergänzung, eine empfehlenswerte Diskussion aus anglo-amerikanischer Sicht dar, bei der die folgenden Aspekte der sozialen Rolle im Rahmen sozialer Strukturen behandelt werden: Einfache und komplexe Rollen, Studium der Rollenstruktur, Klassifikation, Rollenwechsel, Rollenmerkmale, Rollenerwartungen, Rollenverteilung, Rollenkonflikte, Rolle im Anbetracht der Klassenunterschiede und des persönlichen Ansehens etc.
Der Autor nimmt den sich anbietenden Vergleich zwischen der Sozialstruktur primitiver Stämme, dörflicher, vorindustrieller und industrieller Gesellschaften zur Basis einer Rollenanalyse. Im Fokus — und das ist das Besondere dieser Darstellung — stehen die Wechselwirkungen, die sich aus der Kette von Interaktionen zwischen den Trägern bestimmter (mit Rechten, Pflichten und unterschiedlichen Status verbundener) Rollen im sozialen Beziehungsfeld ergeben. Die mit den Rollen verknüpften Erwartungs-, Motivations- und Verhaltensmuster werden mit den aus den verschiedensten Ökonomie- und Kulturbereichen gewählten Beispielen reich illustriert und in der Zusammenschau mit kulturhistorisch bedingten spezifischen Normen, Sitten und Gebräuchen diskutiert.
Soziologische Theorien, Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien stellen bei der Fülle des Angebotes