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Im Oktober 1963 fand in London ein Symposion über das Thema „Aggression bei Tier und Mensch“ statt. Die dabei gehaltenen Vorträge und anschließenden Diskussionen sind in dem vorliegenden Band 13 der „Institute of Biology Symposia“ zusammengestellt. Der Bogen wurde sehr weit gespannt: Es nahmen außer Biologen (und Physiologen), Humanpsychologen und Psychiatern (i. w. S.) auch Soziologen, Anthropologen und Historiker teil.
Im Vorwort der Herausgeber wird auf die Notwendigkeit einer umfassenden Untersuchung des Phänomens „Aggression“ hingewiesen, da eine Bewältigung dieser Erscheinung für den Menschen von außerordentlicher Bedeutung sei. Die merkwürdigen Gegensätze bei der menschlichen Aggression, wie z. B. die (nach Rang gestufte) relativ höfliche Behandlung von Kriegsgefangenen und die Bombardierung ihrer Frauen und Kinder, die Schwierigkeiten der Gesellschaft mit den „mods“ und „rockers“ und ihren Kämpfen, und die Tatsache, daß zwischen 1820 und 1945 etwa 59 Millionen Menschen durch „Aggression“ ums Leben gekommen seien, werden erwähnt als Beleg für die Notwendigkeit, sich mit dieser Erscheinung zu beschäftigen.
Im Mittelpunkt des Symposions steht das Verhalten des Menschen und die Frage, ob es möglich ist, diese die menschliche Existenz bedrohende Aggression unter Kontrolle zu bringen. Das Buch hat daher einen aktuellen politischen Bezug, der bereits im ersten Vortrag zum Ausdruck kommt (James Fisher, Interspecific Aggression). Die menschlichen Rassen werden hier als Spezies angesehen und die Unterdrückung von Rassen, z. B. in Südafrika, als von vornherein erfolgloser Versuch, Rassenkämpfe zu vermeiden. Im Anschluß an den Vortrag von Harrison Matthews, „Overt Fighting in Mammals“, wird ausführlich über die Frage diskutiert, ob die menschliche Aggression eher der von Populationen, die sich im Zustand der evolutorischen Trennung befinden, vergleichbar ist oder ob sie unabhängig von rassischen Unterschieden auf kulturellen Unterschieden beruhe. Beispiele für beide Ansic