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Der Band trägt den Untertitel „Von Wesen und Geschichte der Architektur, Plastik, Malerei, Graphik, Umweltgestaltung“. Er ist geschrieben als „ein Buch für die Schule und die Erwachsenenbildung“. Die Autoren, beide Professoren für Kunsterziehung, möchten über eine Anleitung zu anschaulichem Denken, bildnerischem Gestalten und künstlerischem Nachempfinden einen neuen Zugang zu den Kunstwerken der verschiedenen Gattungen erschließen. Nach diesen Zielen gliedert sich jedes, den Einzelgattungen der bildenden Kunst gewidmete Kapitel in Betrachtungen grundsätzlicher Art, Vorschläge zu eigenen Gestaltungsversuchen und in Werkbetrachtungen.
Was das Buch für den Psychologen interessant macht, ist das Bemühen zweier Kunsterzieher, die Angesprochenen und die, die sich ansprechen lassen, aus dem passiven Kunstkonsum herauszuführen. Sie möchten Menschen dazu bringen, ihre Fähigkeiten auf gestalterischem Gebiete zu schulen, sich neue Befriedigungsbereiche zu erschließen und damit letztlich auch mehr Selbstbestätigung zu gewinnen. Eine weitere Frucht dieser Entwicklung wäre ein inhaltsreicheres, weil auf stärkerem, bewußtem Mitempfinden beruhendes Kunsterleben. Der Psychologe, mit solchen Zielsetzungen vertraut, wird die Bemühungen der Autoren anerkennen.