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Ein romanartiger autobiographischer Bericht, der das Problem des Alkoholismus zum Gegenstand hat. Den größten Teil des ohne Ästhetizismus und dionysische Verklärung, aber mit Anspruch auf literarische Geltung geschriebenen Buches nehmen die Schilderungen des sozialen Abstiegs eines Starjournalisten zum Penner und Brennspiritussäufer ein, der zwingenden Dynamik des Suchtphänomens, ihres Zusammenhangs mit sexueller Perversion, vor allem in Gestalt voyeuristischen Agierens in Dreiecksbeziehungen: eine aufschlußreiche Krankengeschichte, die ihren exemplarischen Wert für den psychologisch interessierten Leser nicht dadurch verliert, daß die übernommene, für den Erlebniszusammenhang unerhebliche, etwas saloppe Deutung des Alkoholismus als „Allergie“ oder richtiger schon einer Art angeborener Über-empfindlichkeit das Verständnis wenig fördert, ja den Blick in das Werden der Alkoholikerpersönlichkeit — das Buch sagt kaum etwas über die Kindheit — eher verwehrt. Der Bericht endet hoffnungsvoll. An den letzten Stationen seines demütigenden Weges — der Zeitpunkt scheint wesentlich — findet der Kranke zum Kreis der „Anonymen Alkoholiker“, deren spezifische gruppentherapeutische Wirksamkeit sich bisher jeder psychotherapeutischen Einzelbehandlung des Alkoholikers als überlegen erwiesen hat. H. Stein (Wiesloch) Wunderli, Jürg: Yoga und Medizin. Ein Arzt über geistigen Yoga und seine Beziehungen zur Heilkunde. Zürich (ABC Verlag) 1964, 258 S.
Der Autor beschreibt sachlich und klar die wichtigsten Tatsachen über Yoga. Er verweist auf die geistige Selbstvervollkommnung als eigentlichen Grund des Yoga, er zählt die verschiedenen Untergruppen auf und gibt auch einige historische Daten. In einem längeren Kapitel vergleicht der Autor Aussprüche von christlichen und indischen Mystikern, bei denen man viel Gleiches finden kann. Anschließend referiert der Autor einige wichtige Probleme der psychosomatischen Medizin (gestützt hauptsächlich auf Büchner und Jores). Auch hier bleibt er sachlich