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Das Interesse, das seit den Arbeiten von Spitz, Jackson und Bowlby das Problem „Kind und Krankenhaus“ gefunden hat, hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten niedergeschlagen. Die Verff. nahmen die Mühe einer ersten kritischen Sichtung auf sich. Dabei ergab sich, daß ein vielgestaltiger Komplex zu bearbeiten war und kaum zwei Veröffentlichungen einem statistisch gesicherten Vergleich standhielten, zumal es sich meist um relativ kleine Gruppen handelte. Von den meisten Autoren wurden über Reaktionen während und nach dem Krankenhausaufenthalt getrennt berichtet. Nur selten konnte das Bild des gesunden Kindes vor Krankheit und Krankenhauseinweisung exakt übermittelt werden.
Insgesamt ließen sich folgende wesentliche Punkte festhalten, wobei das umfangreiche Material ein vollständiges Referieren unmöglich macht:
Vor dem 6. Lebensmonat ist selten mit einer psychischen Schädigung des Kindes zu rechnen, wenn es im Krankenhaus ausreichend „mütterlich“ versorgt wird. Die kritische Phase besteht vom 6. Monat bis zum 4. Lebensjahr. Übereinstimmend wird das Bild der Trennungsangst beschrieben (Bowlby und Robertson) mit seinen charakteristischen Phasen von Verzweiflung, Verleugnung und schließlich äußerer Anpassung des Kindes. Gerade das letztere Bild einer äußerlichen Harmonie zeigt die Schwierigkeiten einer psychologischen Beurteilung und Abgrenzung vordergründigen Haltungen und tieferliegenden seelischen Störungen auf. Im übrigen ist in der ödipalen Phase das Trennungstrauma von der Mutter bei Jungen stärker ausgeprägt. Um die wirkliche Störung eines hospitalisierten Kindes zu erkennen, ist es notwendig, daß der Untersucher mit der Kinderanalyse und in analytischen Gesprächen mit der Mutter vertraut ist. Es zeigen viele Untersuchungen an (Robertson, Prugh, Vaughan u. a.), daß diese Störungen weitaus länger anhalten und oft noch Monate nach der Krankenhausentlassung festzustellen sind. Manche Autoren (Stott, Howell u. a.) weisen dabei mit Recht darauf hin, daß nicht da