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Der Verfasse bespricht in einer übersichtlichen Arbeit mit instruktiven Falldarstellungen die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der psychologischen Führung des Kindes während eines Krankenhausaufenthaltes. Beginnend mit der Krankenhauseinweisung und der notwendigen vorbeugenden psychologischen Aufklärung, die unter Anregung des Arztes von den Eltern, evtl. an Hand eines Buches, vorgenommen werden soll, folgen wir über die Streß-Situation des Aufnahmevorganges mit den wichtigen Rollen, welche dabei der Mutter, Schwester und dem Aufnahmearzt zukommen, dem Erleben des Kindes bis in den Krankenhausalltag mit all seinen unerwarteten und schmerzlichen Ereignissen.
Hier ist insbesondere die Operationsvorbereitung des Kindes von Bedeutung, indem in einer liebevollen, sachlichen Form alle Fragen des Kindes, dem Verständnis seiner Altersstufe entsprechend, beantwortet werden sollen. Nach der Operation wird nach Möglichkeit dem Kinde ein aggressives Abreagieren des Operationsvorganges, z. B. im dramatischen Puppenspiel gestattet.
Der Verf. weist auf die verschiedenen Reaktionen der Eltern, deren Ängste und Schuldgefühle hin, die leicht vom Kinde übernommen werden, wenn es den Eltern nicht mit Unterstützung durch den Arzt gelingt, das eigene Verhalten in eine bessere Kontrolle zu bekommen. Damit das Kind, das durch die Krankenhausaufnahme im Trennungstrauma seine Eltern zu verlieren scheint, dieses nicht als Vertrauensbruch empfindet, empfiehlt Anna Freud, ihm dreierlei zu sagen:
daß es weiter geliebt wird,
daß es nicht zur Strafe ins Krankenhaus kommt,
daß es sich nachher besser fühlen wird.
Die guten Erfahrungen, die in Amerika wie in England mit der uneingeschränkten Besuchszeit, aber auch mit dem „rooming-in“, der gemeinsamen Aufnahme von Mutter und Kind, gesammelt wurden (s. Ref. MacCarthy, Psyche 19 , 787