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Dieses Buch bietet dem Leser die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit einem brennenden — von der Sozialpsychologie bisher recht vernachlässigten — Problem: Die Rehabilitierung zurückgebliebener, auf Grund ihrer Verhaltensstörung von der Gesellschaft „verstoßener“ Kinder.
Die Verfasser gehen von der Voraussetzung aus, daß jeder geplante und zielgerichtete Versuch, das Verhalten eines Patienten zu ändern — unabhängig von der Art der Vorgänge und angewandten Mittel — Psychotherapie ist, sobald und solange eine Beziehung bzw. Kommunikation zwischen Patient und Therapeut besteht. Sie. haben eine Methodik der Spieltherapie entwickelt und erprobt, mit der das in der Entwicklung seiner Funktionen zurückgebliebene und gestörte Kind erlernen kann, sich so zu verhalten, daß es in den gesellschaftlichen Prozeß wieder einzuordnen ist. Das Kind erfährt und erlernt im Umgang mit verschiedenem Spielmaterial durch das Vorbild des Therapeuten, seine Aktivitäten — die vorwiegend als Spannungsabfuhr verstanden werden — derart zu gestalten, daß sie den üblichen Anforderungen der Gesellschaft entsprechen.
Die Verfasser weisen mit voller Berechtigung darauf hin, daß Kinder, die wegen ihrer Verhaltensstörungen institutionalisiert bzw. zur Therapie gebracht werden, die Erfahrung gemacht haben, daß sie durch ihre Besonderheiten, ihr auffälliges Verhalten die Aufmerksamkeit der Umwelt erwecken, während das im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegende normale Verhalten unbemerkt bleibt. Der Therapeut hat daher die Aufgabe, zunächst durch Lob und Anerkennung, später durch besondere Gratifikationen, sozial angepaßte Verhaltensweisen zu würdigen, unerwünschte Handlungen des Kindes hingegen vorerst nicht zu beachten, späterhin zu verhindern und mit Entzug bestimmter Privilegien zu bestrafen. Um die derart konditionierten Verhaltensweisen zu festigen, wird das Kind gleichzeitig — wieder durch Lohn und Strafe — „zu denken gezwungen“. Es muß sich selbst und seine Handlungen, sowie die entspr