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Während der Arbeit mit Schulkindern, die an Lernschwierigkeiten verschiedenen Grades litten, hatten wir Gelegenheit, deren Beziehungen zu den Eltern, aber auch die Beziehungen der Eltern zu den Kindern zu beobachten und zu untersuchen. In der psychoanalytischen Literatur findet sich sehr wenig über die Bedeutung, die der aktiven und dauernden Beteiligung der Eltern an den Lernschwierigkeiten der Kinder zukommt. Robert Koff hat seinen Bericht vom Panel über „Lernschwierigkeiten in der Kindheit“ (1961) folgendermaßen zusammengefaßt:
Die größte Übereinstimmung der Teilnehmer besteht anscheinend im Verständnis des Inhalts der Phantasien der Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die Konflikte, ihre Dynamik und Reaktionsbildungen sind klar beschrieben. Ausgehend von Freuds Konzept der Funktionshemmung, werden Es-Ich-Überich-Konflikte dargestellt und mit der Triebentwicklung der oral-anal-phallischen und genitalen Phasen in Verbindung gebracht. Regressionen zu frühen Formen des Denkens werden beschrieben.
Das nächste Thema, mit dem sich das Panel befaßte, ist das der Ich-Psychologie, besonders die Qualität und Form der Energie, die im Lernprozeß verwendet wird. Das Wesentliche des Lernprozesses besteht im Vorgang des Abstrahierens und der Begriffsbildung; um dies zu erreichen, wendet das Ich eine sublimierte Form der Energie an, aber auch eine Veränderung des Triebziels. Regression zu sexualisierten und aggressivierten Formen der Energie ist charakteristisch für Lernschwierigkeiten.
Schließlich kommen wir zu dem großen Rätsel der Natur, der Sprache selbst. Lernschwierigkeiten bei Kindern scheinen sich häufig um das Erlernen des Lesens und Schreibens einer Sprache zu orientieren; Worte sind ja Symbole, die wir als Mittel der Kommunikation benutzen.
Manche Autoren sind der Ansicht, daß die Sprache aus der angeborenen, symbolbildenden Tendenz der menschlichen geistigen Anlage entstanden ist. Ebenso meinen sie, daß Reden genetisch bestimmt ist. Man meint, es müßte einen Punkt in der E