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Alle, die sich für die Geschichte der Psychoanalyse, ihren Ursprung und ihre Entwicklung, wie auch für die Persönlichkeit ihres Schöpfers und die seiner begabtesten Schüler und Freunde interessieren, werden der Tochter und dem Sohn der beiden Briefschreiber als den Herausgebern dieses Buches den wärmsten Dank zollen. Es ist für die derzeit ältere Generation der Psychoanalytiker, die noch beide Autoren gekannt hat, ein hoher Genuß, in diesem privaten Briefwechsel wiederzuerleben, wie sich die Entwicklung der Psychoanalyse in den Jahren 1907 bis 1925 gestaltete. Aber es ist nicht weniger faszinierend, die Persönlichkeiten Freuds und Abrahams in ihren Begabungen, ihren integren Charakteren und in ihrer menschlichen Größe und Würde vor Augen geführt zu bekommen.
Edward Glover hat das Buch durch ein Vorwort bereichert, von dem man fast jedes Wort unterschreiben möchte. Er schildert, wie die Pioniere der Psychoanalyse (von denen Abraham einer der prominentesten war) in ihrer Frische und Fruchtbarkeit auch ausgezeichnete Kliniker waren und ihre theoretischen Überlegungen immer von neuem am klinischen Material prüften.
Es ist bemerkenswert, wieviel von den dynamischen, psychologischen Vorgängen bereits in jener „Frühzeit“ bekannt war. Obwohl sich sowohl die Theorie als auch die Technik der Analyse infolge der großen Vermehrung der Beobachtungen sehr bedeutend weiterentwickelt haben, ist man immer wieder erstaunt zu erfahren, wieviel man heutzutage noch an den „frühen“ Arbeiten lernen kann. Abraham hatte die Begabung, seine Arbeit mit scharfer Selbstkritik zu betrachten. Er war immer bereit, Freuds Meinungen zu prüfen und seine eigenen zu revidieren, falls er zur Überzeugung gelangte, daß er sich geirrt hatte. Trotzdem war er imstande, seine eigene Meinung zu vertreten, wenn er nach sorgfältigem Weiterforschen sie für die richtige hielt. Er hatte aber nie das Bedürfnis, die grundlegenden Funde Freuds, die bereits vielfältig bestätigt waren, anzuzweifeln. Es waren Eigenschaften