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Der psychoanalytisch orientierte Verf. hat mehrere Bücher zu Themen der bildenden Kunst geschrieben, darunter eines über Michelangelo, dem von Fachleuten wie Henry Moore und Herbert Read hohe Anerkennung gezollt wurde. Der vorliegende
Band enthält drei Essays zu allgemeinen kunstkritischen und ästhetischen Problemen. In einer längeren Einleitung versucht R. Wollheim, den besonderen Ansatz des Verf. ins rechte Licht zu rücken. — Der Verf. sagt selbst auf S. 56/57, die Psychoanalyse habe sich bisher fast ausschließlich auf Literarisches beschränkt („the easy atomizing of the patently imaginative“) und das spezifisch Künstlerische, wie es in reiner Form in der bildenden Kunst hervortritt, außer acht gelassen. Der Verf. hat nicht die Absicht, am Kunstwerk „Personen und Geschichten“ zu entdecken oder mit Hilfe des Werkes die Persönlichkeit des Künstlers zu erhellen. Es geht ihm vielmehr darum, die formalen Beziehungen innerhalb des bildnerischen Werkes (Formen, Linien, Abstände, Raumwerte usw.) mit der intrapsychischen Objektwelt in Verbindung zu setzen, die dem Künster und dem Betrachter gemeinsam ist (Beziehung zu ganzen und Partialobjekten, Vorgänge der Aufspaltung, Projektion, Introjektion, Identifikation, Zerstörungs- und Wiedergutmachungstendenzen). So wie einst die äußeren Objekte — in erster Linie die Mutter und die mütterliche Brust — verinnerlicht wurden, werden sie in einem erneuten Umsetzungsprozeß, einem Vorgang der Projektion, dem Kunstwerk einverwandelt. Da eine Entsprechung zwischen den Objektbeziehungen im Kunstwerk und denen im Betrachter besteht (indem sich beide auf die frühkindlichen Objekte und Partialobjekte beziehen), fühlt sich der Betrachter „angerufen“, „eingeladen“, „beschworen“ (Termini, die in den Essays immer wiederkehren), in einem Akt projektiver Identifikation mit dem Kunstwerk zu kommunizieren.
Der Verf. lehnt sich, wie man sieht, ganz an die Terminologie der Kleinschen Schule an. Was ihn mit Melanie Klein verbindet, ist die Unmittelba