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Das Buch beginnt mit einer aufschlußreichen Einführung des Herausgebers und teilt sich dann in sieben thematische Gruppen, die Originaltexte einer beträchtlichen Anzahl älterer und jüngerer Autoren enthalten. Die Unterteilungen sind durch Vorbemerkungen des Herausgebers eingeleitet. Die einzelnen Texte, die zum Teil ausgezeichnete Übersetzungen sind, bringen wesentliche und charakteristische Gedanken zum Motivationsproblem.
Im Beginn der Einführung wird gesagt, die Lehre von der Motivation beziehe sich auf all jene Vorgänge in der Persönlichkeit, welche deren Verhalten sowohl im allgemeinen als auch in spezifischen Situationen verständlich machen. Die Betrachtungen des Herausgebers über die Entwicklung des Motivationsbegriffes führt zur Auffassung, die Psychologie habe sich dort, wo sie in der Praxis an der Erhellung von Motivationszusammenhängen arbeitete, stets mit bestem Erfolg der Interpretation sprachlicher Mitteilungen über Motivationsgeschehnisse bedient. Insofern habe die Praxis der Psychologie eine Einheit des Vorgehens erreicht, welche der Motivationstheorie in vieler Hinsicht noch fehle.
Im ersten Teil werden terminologische Fragen behandelt. Sie gehen von J. Lindworskys Beschränkung des Motivbegriffes auf bewußte Erlebnisse über H. W. Gruhles Versuch, durch Einfühlung Motive und Motivketten als „Wesensgrund“ zu fassen und über H. Thomaes Antriebskonzept zu J. S. Browns „Kriterien zur Bestimmung von Motivationsvariablen“, die vom Forschungsansatz des Behaviorismus und Operationalismus bestimmt sind.
„Beiträge zur allgemeinen Charakteristik des Motivationsgeschehens“, die den zweiten Teil bilden, enthalten Texte von Ph. Lersch, H. Thomae, D. Bindra, R. Bergius und schließlich die immer noch sehr beachtenswerten Ausführungen K. Lewins „Über die Ursachen seelischen Geschehens“ aus dem Jahre 1926.
Da der dritte Teil über „Motiv- und Motivationsformen“ mit elf Beiträgen ziemlich umfangreich ist, unter anderem auch zwei Texte von S. Freud enthält („Das Unbewußte