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Herbert A. Rosenfeld, der in London arbeitende Analytiker, hat schon relativ früh psychotische und insbesondere schizophrene Patienten zu analysieren begonnen. In diesem Band legt er Arbeiten vor, die von 1947 bis 1964 erschienen sind. Acht Aufsätze sind wesentlich der Schizophrenie gewidmet, zwei dem Problem der Sucht. Die übrigen Arbeiten befassen sich mit Narzißmus, Hypochondrie und der Beziehung zwischen Über-Ich und Ich-Ideal.
Rosenfeld ist Schüler Melanie Kleins. Immer wieder verweist er auf deren Lehre von der frühkindlichen Objektbeziehung, von den frühen Spaltungsprozessen, von der Rolle der projektiven Identifikation, von der schizoid-paranoiden und depressiven Position des Kleinkindes und der Bedeutung des frühkindlichen Neides. Erst diese theoretischen Vorstellungen hätten es ihm ermöglicht, zentrale Einsichten über das psychotische Verhalten und Denken zu gewinnen. Insbesondere habe er dadurch gelernt, die komplizierten Übertragungsvorgänge in der Psychoanalyse Schizophrener zu verstehen. Um dies zu belegen, bringt er immer wieder Fallmaterial.
In der Weise, wie er dieses Material auswertet, erweist sich Rosenfeld als ein erfahrener und sensitiver Therapeut von schizophrenen und „borderline“-Patienten. Im Gegensatz zu vielen „forscheren“ Schizophrenietherapeuten, insbesondere in den USA, ist Rosenfeld auch in der Psychosenbehandlung um die Bewahrung einer streng analytischen Haltung bemüht. Er hütet sich, seine Patienten irgendwie zu manipulieren, zu beruhigen oder deren positive Übertragung in einem naiven Sinne zu fördern. Aus seinen Behandlungsdarstellungen wird deutlich, daß für ihn das Erspüren und Deuten der offenen und latenten Ängste des psychotischen Patienten die wesentliche therapeutische Aufgabe ist. Vor allem kommt es ihm darauf an, die negative Übertragung in all ihren bei der Schizophrenie so komplexen Spielarten zu tolerieren und zu interpretieren. Ein sorgsames Erkennen und Deuten der oft enormen Feindseligkeit des schizophrenen und insbe