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Die Verfn. untersuchte in den Jahren 1953-1957 in Mütterberatungsstellen, Tageskrippen, Wochenkrippen und Dauerheimen der DDR 1768 Kinder im Alter von „0-3 Jahre und darüber“ mit einem eigens entwickelten auf dem Boden der Pawlowschen Lehre von den höheren Sinnesfunktionen fußenden psychomotorischen Test. Hierbei erwiesen sich von 175 zunächst angesetzten Reaktionen 112 als verwertbar. Aus den ausführlichen, aber noch keineswegs standardisierten tabellarischen Aufzählungen geht hervor, daß es sich lediglich um Abwandlungen des seit Jahrzehnten gebräuchlichen Bühler-Hetzerschen Entwicklungstestes handelt, wobei statt des individuellen Entwicklungsprofils E. Q. nur ein „Soll“ angegeben wird.
Aufgrund ihrer Ergebnisse erscheint der Verfn. die Betreuung des Kleinkindes, d. h. die Mutter-Kind-Situation einer Tageskrippe „im allgemeinen adäquat“ für dessen „neuro-psychische Entwicklung“, während in den Wochenkrippen und Dauerheimen infolge „unzureichender pädagogischer Arbeit“ erhebliche Entwicklungsrückstände der Kinder in nahezu allen Bereichen festzustellen waren. Wir erfahren bei dieser Gelegenheit, daß im besprochenen Zeitraum in der DDR 43% aller Mütter, in einzelnen Großstädten bis zu 70% der Mütter berufstätig waren.
Über die personale Betreuung der Kinder werden keine näheren Angaben gemacht, ebenso werden keine Verhaltensstörungen, geschweige denn das Hospitalismus-Syndrom erwähnt. Am schwerwiegendsten waren die Entwichlungsrückstände im Sprachbereich und im sozialen Komplex bei den Kindern aus Dauerheimen; diese zeigten auch zu 70-90% körperliche Entwicklungsrückstände in Länge und Gewicht.
Aufgrund ihrer Untersuchung resümiert die Verfn., daß die entscheidende primäre Umwelt des Kindes die Familie darstellt und auch eine optimale Heimerziehung nicht zu einer gesunden leib-seelischen Entwicklung des Kindes ausreicht, welches die beständige, liebevolle Zuwendung eines Erwachsenen benötigt.
In ihrem zweiten Buch untersuchten die Verfn. und Mitarbeiter nach den oben e