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Mein Beitrag ist ein Versuch, einen bestimmten Aspekt der Psychoanalyse zu verfolgen, nämlich die Rolle, die unsere Theorie und Praxis dem Begriff der psychischen Arbeit einräumt. Dieser eine Aspekt aber betrifft so viele Gebiete, daß meine Ausführungen notwendigerweise unvollständig sein werden. Mein Interesse ist vorwiegend klinischer Natur, und worauf ich aus bin, ist mehr eine Überprüfung unserer Werkzeuge als eine Darstellung neuer Ideen.
Ich werde zunächst kurz auf einige spezifische Arten von psychischer Arbeit eingehen, die dank Freuds Erforschung die Grundpfeiler der Psychoanalyse bilden. Es sind die Traumarbeit, die Witzarbeit, die schöpferische Arbeit und die Trauerarbeit. Dabei werde ich mich auf die wesentlichen Züge in Freuds Darlegungen beschränken und nicht auf die reiche Literatur eingehen.
Dann werde ich die analytische Situation vom Gesichtspunkt des Arbeitsproblems betrachten und schließlich zur klinischen Illustration Fragmente aus einer Analyse bringen.
Es zeigte sich bereits in der prä-analytischen, hypnotisch-kathartischen Behandlungsmethode, daß der therapeutische Prozeß dem Patienten eine Arbeitsleistung aufnötigte. Die Arbeit, die von ihm verlangt wurde, war das Erinnern aller Erlebnisse, die mit dem hysterischen Symptom verbunden waren. Sie war schwierig und schmerzlich, und der Patient brauchte viel Hilfe, die ihm der Arzt durch Hypnose, gutes Zureden, Ermutigung, freundliche Erklärungen, Fragen und dergleichen gab. Aus diesen Erinnerungen wurde auf die Entstehung des hysterischen Symptoms, auf das psychische Trauma, den eingeklemmten Affekt und das pathologische Vergessen geschlossen, das die pathogenen Erlebnisse aktiv aus dem Bewußtsein drängte und damit dem Denkprozeß entzog. Was den letzteren angeht, richtete sich das Augenmerk besonders auf den Unterschied zwischen normalem und pathologischem Vergessen, da das Interesse an der Denkarbeit von der klinischen Beobachtung ausging, daß Erinnerung der