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In den nachfolgenden Erörterungen geht es vor allem um die methodische Frage, um den Versuch, den Weg unseres Vorgehens, insoweit es deutenden Charakter besitzt, genauer zu charakterisieren. Eine Besinnung auf die Methode unserer Praxis scheint mir vordringlich, damit durch eine Analyse dessen, was beim Interpretieren getan wird und geschieht, deutlicher gesehen wird, was Analysieren ist. Anstrengungen, die der Klärung der formalen Frage innerhalb der psychoanalytischen Deutetechnik Vorrang geben, können das Verständnis für unser analytisches Handeln vertiefen und uns somit wiederum verbesserte Kriterien für seine Indikation gewinnen lassen.
Die vorgelegten Untersuchungen wollen noch in einem zweiten Zusammenhang gesehen werden: Ich glaube, bei dem gegenwärtigen Stand der psychoanalytischen Theoriebildung und der Behandlungstechnik ist es notwendig, auf die Stellen hinzuweisen, an denen unsere Disziplin mit anderen zur Artikulation gelangt, z. B. mit der Semiotik und Informationstheorie, mit der Hermeneutik und Philosophie. Sollte das gelingen, dann würde das essentiell psychoanalytische Tun sich sowohl in seiner Interdependenz mit diesen Wissenschaften wie in seiner Eigenständigkeit klarer abzeichnen, so daß zu einer genauen Ortsbestimmung der psychoanalytischen Methode im System der psychologischen Behandlungsverfahren beigetragen würde.
Das psychoanalytische Verfahren hat als Ausgangsmaterial die sog. „freien“ Assoziationen des Analysanden (zu denen durchaus nicht nur verbale, sondern auch averbale Mitteilungen, wie Habitus, einzelne Verhaltenszüge, Gefühlsentäußerungen u. a. gehören). Sie dienen in Verbindung mit den zu ihrer „Bearbeitung“ eingeführten Deutungen dem ersten und allgemeinsten Ziel: der Auffindung der dynamisch unbewußten (S. Freud, 1913; 1923) Faktoren, die die gerade aktualisierten verbalen Mitteilungen (z. B. eines Traumes) oder Verhaltensformen (etwa einer Schamreaktion) kodeterminieren,