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Während eines fünfzehnmonatigen Aufenthalts in der Sowjetunion verbrachte der Autor dreizehn Monate am Psychoneurologischen Forschungsinstitut Bechterew in Leningrad, wo er Gelegenheit hatte, die dort praktizierte Psychotherapie in direkter Beobachtung kennenzulernen. Er durfte als Zuhörer in den Behandlungszimmern der Psychiater bei den psychotherapeutischen Sitzungen zugegen sein und konnte auf diese Weise die gesamte, beziehungsweise den größten Teil, der Therapie von zwölf Patienten durch fünf verschiedene Ärzte vom Erstinterview bis zum Abschluß verfolgen, einige sogar einschließlich der Katamnese.
Der Plan zu einer solchen Studie erwuchs dem Autor aus der Arbeit „Untersuchung des therapeutischen Prozesses“, ein Projekt der Ford Foundation am Mt. Sinai Hospital in Los Angeles. Dieses Projekt hatte zum Ziel, objektive Daten darüber zu erheben, was in der psychoanalytischen und der psychoanalytisch orientierten Psychotherapie eigentlich geschieht; Daten, die aus den gewöhnlichen von den Therapeuten selbst geschriebenen Berichten in der Literatur nicht zu entnehmen sind. Das Projekt der Ford Foundation wurde in einem sehr großzügigen Rahmen durchgeführt. Der Autor schlug nun vor, ähnliche Beobachtungen über dynamische Psychotherapie, jedoch auf bescheidenerer Basis, in der Sowjetunion durchzuführen.
Er hoffte, Material zu erhalten, das er mit den im Ford Foundation-Projekt gefundenen Daten vergleichen könnte, um zu einem besseren Verständnis der Ähnlichkeiten und Abweichungen zwischen den beiden Arten von Psychotherapie zu gelangen.
Weiter unten werden die Bedingungen beschrieben, unter denen er am Bechtyerev-Institut arbeitete, und mit dem Ford Foundation-Projekt verglichen. Zunächst soll etwas über das Bechtyerev-Institut selbst gesagt werden.
Das Bechterew-Institut ist ein Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Psychiatrie, Neurologie, Neurophysiologie und Neuropathologie. Es besitzt neben zahlreichen Forschungslaboratorien (psychopharmakologischen, biochemischen, p