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Dieser 5. Band der Reihe „Aktuelle Fragen der Psychotherapie“ ist dem Andenken von Wilfred C. Hulse gewidmet und enthält eine Auswahl von Referaten, die im Laufe der wissenschaftlichen Sitzungen der „Eastern Group Psychotherapy Society“ von
1960–1963 gehalten wurden. Die 32 Vorträge sind nach 5 Themengruppen (Ausbildung, Theoretisches, Spezielles, klinische Berichte und Anwendungsformen) gegliedert und bieten eine Fülle von Anregungen aus dem gesamten Gebiet der Gruppenpsychotherapie an. Man fühlt sich verleitet, persönlichen Interessen folgend herumzublättern. So fühlte der Referent sich sofort von der Arbeit Hulses „Heilfaktoren in der Gruppenpsychotherapie“ angesprochen, in der die Entwicklung der Übertragung als das wesentliche Moment des therapeutischen Prozesses betont und der Unterschied gegenüber der Einzeltherapie hervorgehoben wird. Der Patient hat in der Gruppe den Therapeuten ständig vor Augen und kann sich nicht so leicht seinen Übertragungsphantasien hingeben, ohne den Kontakt mit der Realität zu verlieren. Außerdem sind stets andere Teilnehmer in jeder Situation anwesend, mit denen er sich in seiner Übertragung auseinandersetzen muß. In der Praxis stellt sich heraus, daß jeder Patient in einer gut laufenden Gruppe den Therapeuten als primäres Objekt für seine Übertragungsneurose benutzt. Die Übertragungsbeziehung zu den Mitpatienten wird als sekundäres Phänomen aufgefaßt. Folgende 3 dynamische Faktoren werden für die Gruppenpsychotherapie als typisch beschrieben: Die Entlastungsfunktion der sekundären Übertragungsphänomene, die Formierung der Gruppe und ihre Dynamik als Widerstand und die tiefere gemeinsame Basis des emotionellen Geschehens, an der alle Gruppenmitglieder trotz der äußerlich verschiedenen Ausdrucksweisen und Erlebnisformen in einem viel homogeneren Maße innerlich beteiligt sind, als man es zunächst vermuten würde.
Ähnlich beeindruckten den Referenten die Arbeiten über „Versager in der Gruppentherapie“ von H. Spotnitz, H. Greenwald und