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Probleme von Generationskonflikt gehören zu den häufigst beredeten Themen zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Das gilt seit Beginn unserer Geschichte bis in unsere Tage. Die Tatsache, daß der homo sapiens noch immer domestiziert werden muß, ist und bleibt konfliktträchtig. Seelische Naturkräfte müssen sozialisiert werden. Das geschieht seitens Älterer gegenüber Jüngeren und pflegt nicht ohne Widerstände abzugehen. Menschenerziehung ist in Wirklichkeit immer noch weit schwieriger, als wir uns vorstellen. Unser habituelles Ungeschick, Kinder zu erziehen, hat eine Wurzel in menschlicher Natur, an der auch wir teilhaben (1). Hinter all unseren Theorien, Vorsätzen und Maßnahmen führen auch in uns „Erwachsenen“ unzureichend sozialisierte Kräfte ihr oft so störendes Eigendasein. Diese Realität zur Kenntnis zu nehmen, behagt uns nicht. Wir wären jedoch in unserem vielgepriesenen Fortschritt ein gutes Stück weiter, wenn wir unsere disponiblen Kräfte mehr dazu verwenden würden, an unserer Humanisierung im Bunde mit den elementaren Energien zu wirken, die wir mit aller Gewalt abzuschieben versuchen und von denen wir nichts wissen wollen. Unsere Kinder beunruhigen uns nicht zuletzt deshalb zutiefst, weil sie uns vor Augen halten, was sich in uns selbst unbewältigt weiter regt. Verhängnisvollerweise beleuchtet unser Bewußtsein nur Randbereiche unserer Antriebe. Handelnd ist der Mensch in einer ganz anderen Verfassung, als reflektierend dazu oder danach. Daran liegt es mit, daß wir auch die zwischenmenschliche Realität immer wieder verpassen, wenn wir uns über sie Theorien bilden. Daran liegt es mit, daß wir auch in Erziehungssituationen immer wieder hereinfallen in bewußtseinsuntergründige Strebungen und Konflikte.
Unsere Kinder sind nicht unabhängig unsere Nachkommen. Von uns in ihr Dasein entlassen, bleiben sie reaktiv an uns gebunden und begegnen uns immer wieder. Und auch wir mischen uns immer wieder ein. So entsteht ein Kraftfeld sich überkreuzender Spannungen. Im Zusammen