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Die drei Autoren publizierten 1958 das Buch „Chronic Schizophrenia“. Es war eine der ersten größeren Studien, in der die Ich-Störungen der Schizophrenie systematisch untersucht wurden. Der vorliegende Band darf als Fortsetzung dieser Arbeit gelten. Diese „Psychose-Studien“ spiegeln die komplexen Gesichtspunkte wider, die in den letzten acht Jahren für dieses Gebiet wichtig geworden sind.
Sieben Kapitel und die Einleitung stammen von Freeman, je ein weiteres Kapitel von Cameron und McGhie. Freeman gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung der analytischen Psychose-Theorien. Beginnend mit den Schriften Freuds, Jungs und Abrahams, verfolgt er die theoretischen Ansätze bis zu Rosenfeld, Searles und Melanie Klein. Heinz Hartmann und David Rapaport werden besonders gewürdigt. Diese Übersicht ist ausgezeichnet.
Das folgende Kapitel befaßt sich mit der psychoanalytischen Technik als Untersuchungsmethode. Dann werden die psychotischen Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration und die Zusammenhänge zwischen Objekt-Beziehung und Realitätsorientierung behandelt. In einem besonderen Kapitel geht Freeman auf Wesen und Funktion der Halluzinationen ein. Schließlich liefert er Gesichtspunkte, die eine Diagnose und Klassifikation der sogenannten funktionellen Psychosen im Lichte der heutigen psychoanalytischen Theorie erlauben.
Die für die Schizophrenie charakteristischen formalen Störungen der Denk- und Wahrnehmungsstrukturen müssen — das ist eine zentrale, in allen Kapiteln zum Ausdruck gebrachte These Freemans — immer im Lichte der jeweiligen Beziehung des schizophrenen Patienten gesehen werden. Und dies gilt ganz besonders für die Beziehung, die dieser Schizophrene zu seinem psychiatrischen Untersucher und Therapeuten unterhält: Die Störungen in seiner Erkenntnisstruktur, seine Halluzinationen und Wahnproduktionen eingeschlossen, variieren nach Inhalt und Form stark mit der Art und Intensität der gegebenen Beziehung. Auf Grund dieser Einsicht wird die erhalten gebliebe