You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
„Mit Ausnahme der ‚Psychodiagnostik‘ und dem dazu gehörigen posthumen Aufsatz ‚Zur Auswertung des Formdeutversuchs‘ sowie einer neurologischen Arbeit enthält dieser Band alles, soweit heute feststellbar, was Rorschach in den Druck gegeben beziehungsweise für den Druck vorbereitet hat“: u. a. seine Dissertation über die Reflexhalluzinationen, volkskundliche Studien, vorläufige Mitteilungen über die Psychodiagnostik, aber auch Buchbesprechungen usw. Biographisches wird u. a. von Rorschachs Witwe, von Ellenberger und von Morgenthaler beigesteuert. Weiterhin enthält der Band Briefe und eine Schriftprobe Rorschachs. Bashs ausführliches Schlußwort versucht eine mit Spannung zu lesende, synoptische Deutung von Rorschachs Leben und Werk.
Die „Tendenz zur guten Gestalt“ mag den bewunderungs-willigen Leser der Fragmente eines großen Autors verführen, in jedem hinterlassenen „Kleindetail“ nachträglich den Vorentwurf zu einem Pfeiler des großen Hauptwerks, hier der „Psychodiagnostik“, zu „entdecken“. Interessanter scheint uns die Frage, warum Rorschach dort nicht in viel stärkerem Ausmaß den Inhalt seines Tests tiefenpsychologisch ausgewertet hat: dies vor allem nach der Lektüre des psychoanalytischen Leckerbissens im vorliegenden Buch, seinen berühmten Untersuchungen über zwei schweizerische Sekten. Ob er diese Abstinenz gegenüber der Inhaltsreihe auch bei seiner eigenen praktisch-diagnostischen Arbeit mit dem Verfahren aufrechterhalten hat, könnte nur durch Einblick in „die zahlreichen noch vorhandenen Original-Testausarbeitungen“ (Vorwort) geklärt werden. Diese befinden sich jedoch noch großenteils in Privathand und werden von den Besitzern vorerst nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Indessen hofft Bash, sie eines Tages in einem weiteren Band publizieren zu können.