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Seit dem Erscheinen von Elizurs Rorschach-Index für Angst und Feindseligkeit wird die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse zunehmend auch bei der Auswertung von Formdeuteverfahren angewandt. Die Autoren der vorliegenden Untersuchung wollen mit ihrem „Rorschach Index of Repressive Style“ (abgekürzt RIRS) nicht Akte der Verdrängung im engeren Sinne erfassen, sondern eine durchgängige repressive Disposition des inneren und äußeren Verhaltens diagnostizieren. Der RIRS-Punktwert wird aus der Scorung folgender sieben Aspekte des Rorschach-Inhalts gewonnen: „specificity“ (z. B. die Deutung „Bär“ versus „Tier“); „elaboration“ (z. B. adjektivische Ausschmückung); „impulse responses“ (z. B. unverhüllte Sexualantwort); „primary process thinking“ (z. B. Kontamination); „self references“ (Eigenbeziehung); „movement responses“ (hier, d. h. als inhaltsanalytische Kategorie, lediglich am Text der Deutung orientiert); „associational flow“ (Verbindungen zwischen einzelnen Antworten, die die Versuchsperson im Deutungsverlauf herstellt). Je höher der durchschnittliche RIRS-Wert pro Antwort, desto geringer müßte nach Ansicht der Verfasser die repressive Tendenz des betreffenden Probanden sein.
Die erzielte Objektivität der Signierung ist erstaunlich hoch (r um 0,95); Retest-und Paralleltest-Stabilität sind ausreichend (r um 0,70). Die zahlreichen referierten Validierungs-Versuche für das construct „repression“ ergaben jedoch nur unbefriedigende Ergebnisse, wie vor allem die geringen Korrelationen mit klinischen Gruppen, Anxiety Scales, Repression Scales usf. zeigen (im Gegensatz etwa zu Elizurs recht gut validierten Anxiety- und Hostility-Scores). Das überrascht nicht: Erstens müssen schon die zum RIRS-Score zusammengefaßten sieben Inhaltsmomente aufgrund der bisherigen Rorschach-Forschung als sehr heterogen bezeichnet werden; zweitens wird überhaupt nicht berücksichtigt, ob eine Deutung im Kontext eines vorhandenen oder fehlenden Schocks, folglich dort u. U. aus Ich-Schwäche, hier