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Über diese Tagung für eine psychoanalytische Zeitschrift zu berichten, ist recht schwierig, weil es beinahe unmöglich erscheint, das dort gebotene Material psychoanalytisch zu erfassen. Es ist in der amerikanischen psychosomatischen Forschung eine anscheinend unwiderstehliche Tendenz erkennbar, sich auf solche Gegenstände zu konzentrieren, die eine „exakte“ Beobachtung und Messung, sei es mit experimentellen, sei es mit statistischen Methoden, erlauben. Die Anführungsstriche sind nicht nur maliziös gemeint, obwohl der Referent seine Parteilichkeit für die Psychoanalyse nicht bestreiten will, sondern die Frage bleibt offen, wieweit objektivierende Methoden psychische Vorgänge wirklich unverändert untersuchen können oder wieweit statistische Erhebungen zu einem unvermeidlichen Reduktionismus führen und experimentelle Bedingungen die zu untersuchenden Gegenstände beeinflussen. Der auf psychologischem Gebiet Forschende begegnet ähnlichen Problemen wie etwa der Atomphysiker, der sich auch fragen muß, ob er nicht durch seine Untersuchungsmethoden das zu untersuchende Substrat in nicht zu kontrollierender Weise beeinflußt.
Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit von Curtis und Mitarbeitern „Novelty, Personality, Affect and the Adrenal Circadian Rhythm in Male and Female Hospital Employees“. An Mitarbeitern eines psychiatrischen Institutes sollten die Tageskurven von 17-OH-Corticosteroiden in Beziehung zur Anpassung an eine ungewohnte experimentelle Situation gemessen werden. Die entsprechenden Kurven wurden sorgfältig analysiert, ihre Bedeutung blieb dem Referenten weitgehend unverständlich. Aus der anschließenden Diskussion wurde deutlich, daß die Tatsache, daß die Versuchspersonen als Mitarbeiter des Instituts in bestimmten Beziehungen zu den Untersuchern standen, daß z. B. eine Venenpunktion auch bei „aufgeklärten“ Menschen eine affektive Veränderung hervorrufen kann, nur ungenügend berücksichtigt wurden.
Sachar und Mitarbeiter („Psychoendocrine Studies of the Psychotherapy o