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1952 begannen die drei Autoren dieses Buches mit ihren Mitarbeitern die systematische Untersuchung der Familien Schizophrener, über die hier in dreiundzwanzig Kapiteln berichtet wird. Der größte Teil der Arbeiten wurde bereits veröffentlicht. Mit den meisten von ihnen wurden die Leser der Psyche in einer Doppelnummer vertraut gemacht. Einige besonders wichtige und umfangreiche Arbeiten werden hier jedoch zum ersten Male publiziert. Die Einleitung und ein Abschlußkapitel, betitelt „Perspektiven“, tragen zur inneren Ordnung und Folgerichtigkeit des Buches bei.
Für diejenigen unter uns, die die Arbeiten Theodore Lidz' und seiner Mitarbeiter in den letzten fünfzehn Jahren verfolgt haben, wurden sie zu den vielleicht hoffnungsvollsten Zeichen dafür, daß die Psychosen-, vor allem aber die Schizophrenieforschung sich aus der Sackgasse herausbewegten, in die sie in den letzten hundert Jahren hineinmanövriert worden waren. Hier, das wurde bald deutlich, bahnten sich Erkenntnisse an, die nicht nur für unser Verständnis der schizophrenen Störungen, ihrer Ätiologie und Pathogenese, ihrer Therapie und Prophylaxe zentral wichtig zu werden versprachen, sondern auch viele Einblicke in andere psychiatrische Syndrome und allgemeine Probleme menschlicher Entwicklung und Sozialisierung ankündigten. Jetzt, da die Arbeiten gesammelt vorliegen, wird klar, wieviel von diesem Versprechen bereits erfüllt ist. In diesen Arbeiten, kann man sagen, teilt sich ein neues Klima der Psychiatrie mit.
Das Material dieser Untersuchungen wird überwiegend von siebzehn, sozial relativ hochgestellten Familien schizophrener Patienten geliefert, die über längere Zeit - in der Regel über mehrere Jahre - im Yale Psychiatric Institute, einer Universitätsklinik mit 44 Betten, aufgenommen waren. Bei diesen Patienten war die Diagnose einer Schizophrenie (auch im Lichte strengster Kriterien) über jeden Zweifel erhaben. Die in die Untersuchung einbezogenen Angehörigen umfaßten jeweils beide Elternteile und insgesamt 2