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Der Jahrgang 1965 der neugegründeten Zeitschrift (drei je 160 Seiten starke Hefte) enthält Arbeiten aus den Gebieten der Psychiatrie, Psychopathologie, Psychohygiene, der Psychologie, Soziologie und Ethnologie. Die Zeitschrift soll dazu dienen, die normale und pathologische Psychologie der Bewohner Afrikas südlich der Sahara zu erforschen und verständlich zu machen.
Initiatoren und Herausgeber der Zeitschrift sind Dr. med. Moussa Diop, ein in der Universitätsklinik von Dakar (Sénégal) arbeitender, in Frankreich ausgebildeter Psychiater, der Präsident der im Titel angeführten Qesellschaft, und deren Generalsekretär, Dr. med. H. Collomb, Professor für Psychiatrie an der Universität von Dakar. Die aus Senegalesen und Franzosen zusammengesetzte Arbeitsgruppe von Psychiatern, Psychologen, Soziologen und Pädagogen in und um das Centre Hospitalier de Fann (bei Dakar, Sénégal) hat den Großteil des Inhalts der ersten drei Hefte geliefert, ein Zeichen ungewöhnlicher wissenschaftlicher Aktivität und Zusammenarbeit. Demzufolge werden die senegalesischen Ethnien vor den anderen westafrikanischen berücksichtigt. Indessen ist das kein Nachteil. Es ist leichter, mehrere Arbeiten aus dem gleichen Volk zu verstehen. Andere afrikanische Völker und Verfasser werden, nach Maßgabe entsprechender Arbeiten, sicherlich später zu Wort kommen.
Es ist durchaus sinnvoll, in einer Zeitschrift, die wie diese aufs sorgfältigste redigiert ist, z. B. Zusammenfassungen jedes Artikels in französischer und englischer Sprache enthält, die Arbeiten aus dem afrikanischen Kulturkreis zu sammeln; bisher ist es den entsprechenden europäischen und amerikanischen Forschern nicht gelungen, den anthropologischen Phänomenen des „schwarzen“ Afrika gerecht zu werden. In allen Artikeln zeigt sich, zum Teil mit bewundernswerter Einfühlung, die Absicht, ein Verständnis der Erscheinungen, zwar mit den Mitteln abendländischer Wissenschaft (z. B. der modernen französischen Psychiatrie, der Tiefenpsychologie) zu erreichen,