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Es war gar nicht leicht, in diesem Buch den richtigen Platz für ein Kapitel zu finden, das sich mit Ferenczis technischen Experimenten befaßt. Der Hauptgrund dafür ist, daß Ferenczi, im Gegensatz zu Jung, Adler, Melanie Klein, Sullivan oder Alexander usw., eigentlich keine ihm allein eigene „Technik“ besaß. Diese Autoren kamen auf Grund ihrer Behandlungserfahrungen oder aus theoretischen Erwägungen zu bestimmten Vorstellungen bezüglich der Technik, hielten an ihnen fest und entwickelten sie zu einem mehr oder weniger ausgebauten System. In einigen Fällen gaben sie ihrem System sogar einen besonderen Namen - um nur eines zu erwähnen: Alexanders „korrigierendes emotionales Erlebnis“ -, was uns erlaubt, uns mit wenigen Worten darauf zu beziehen oder es zu definieren. Obwohl die Technik der psychoanalytischen Behandlung vielleicht Ferenczis Lieblingsthema war, das seinen schöpferischen Geist während der ganzen Zeit seiner analytischen Laufbahn beschäftigte, ging es ihm doch immer nur um die Behandlung selbst und nicht um die Herausarbeitung eines wohlgeordneten Systems.
Ferner ist natürlich ein Großteil seiner technischen Experimente, vor allem derjenige, über den er in den ersten Jahren seiner analytischen Tätigkeit berichtete, so sehr in die sogenannte klassische Technik aufgegangen, daß man heute darüber nicht mehr diskutiert und vielleicht niemand sich klar darüber ist, daß vieles ursprünglich von Ferenczi stammte. Insofern wäre der richtige Platz dafür also in dem Abschnitt über die klassische Freudsche Technik.
Teilweise noch in jener ersten Periode, teilweise in einer späteren entwickelte Ferenczi jedoch seine sogenannte „aktive Technik“. Dieser Name ist nicht glücklich gewählt, denn er hat zu mancherlei Mißverständnissen und Mißdeutungen geführt; es ist jedoch nicht zu leugnen, daß diese „aktive Technik“ in mancher Beziehung eine Abweichung von der klassischen Technik darstellt - eine Tatsache, die Ferenczi im späteren Abschnitt dieser Periode auch immer