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Aus einer Reihe von Beobachtungen werden vier Beispiele ausgewählt, die nicht nur zeigen sollen, inwieweit ärztliche Maßnahmen im Erleben der Patienten ihren Niederschlag finden, sondern auch daß allgemein übliche körperliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die anscheinend ausschließlich medizinisch-naturwissenschaftlich begründet sind, genau der Neurosenstruktur oder dem Abwehrsystem eines Patienten entsprechen können. Bewußt werden dabei vom Arzt weder die Neurose noch bestimmte Motivationen des Patienten erkannt, es entsteht aber der Eindruck einer ins kleinste gehenden unbewußten Kommunikation.
Wenn im Verlaufe einer psychoanalytischen Behandlung sich eine Übertragungsneurose einstellt, handelt es sich dabei schließlich ebenfalls um eine „iatrogene Neurose“, die die Neurose, an der der Patient vor Beginn der Behandlung litt, weitgehend ablösen kann, die nun aber im Hinblick auf die Genesung des Patienten ins Bewußtsein gehoben und durchgearbeitet wird. Was im folgenden an Patient-Arzt-Beziehungen dargestellt werden soll, bleibt im üblichen ärztlichen Denken und Handeln dunkel und kann, unkontrolliert, ebenso nützen wie empfindlich schaden.
Die Beispiele, die später noch ausführlicher geschildert werden, möchte ich zur Orientierung vorweg kurz skizzieren:
Der Patient kommt mit einem körperlichen Symptom, und der Arzt reagiert von seinem Fachgebiet aus vollkommen korrekt mit einer körperlichen Behandlungsmaßnahme. Diese bietet aber dem Patienten zugleich einen wirksamen Schutz gegen Impulse und Ängste in einer aktuellen Konfliktsituation. Von dem Konflikt weiß der Arzt aber nichts, und dem Patienten selbst ist er nicht oder nicht voll bewußt.
Der Arzt hat hinter den körperlichen Symptomen etwas von den Problemen des Patienten bemerkt und will durch eine körperliche Behandlung eine Lösung zu erzwingen. Dabei hat er Ängste des Patienten und seine starke Abwehr übersehen. Es kommt zu einer Steigerung der inneren Spannung und damit zu einer wesentlichen Verschlimm