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Es ist vielleicht nicht unnütz, die Beweggründe für diese Ausführungen einleitend darzustellen. Zunächst ein therapeutischer: Wir wissen über die Behandlungstechnik der Übertragungsneurosen gut Bescheid, zum mindesten, was die Grundprinzipien des Übertragungsgeschehens und der Übertragungshandhabung anbetrifft. Doch finden wir in einer — freilich noch recht Undefinierten — Gruppe von Neurosen ganz andere Übertragungsverläufe, die vor allem nicht oder nur unvollkommen zur Ausbildung einer Übertragungsneurose führen. Die Möglichkeit, eine tragfähige, für die Übertragungsneurose genügend feste Objektbesetzung des Analytikers auszubilden, ist nicht in dem Maße vorhanden wie bei den klassischen Übertragungsneurosen. Gitelson (1959) hat deswegen vorgeschlagen, das Feld der prägenitalen (oder präödipalen) Neurosen von der Spezifität der Übertragungsproblematik her zu definieren, wobei die klinischen Kriterien für die Diagnose zunächst außer acht gelassen werden sollen. Er wies zum Beispiel auf die Abwehr der Übertragung hin (und nicht nur spezifischer), auf die Unfähigkeit, Affektspannungen in der Übertragung auszuhalten, und beschrieb die Abwehrtechniken, welche die Affektvermeidung in der Übertragung zum Ziel haben. Die Objektbeziehungen dieser Menschen zeigen eine Gestörtheit in der Entwicklung der libidinösen Besetzung. Man kann sich natürlich fragen, ob nicht die Krankheitsformen, die als prägenitale Neurosen umschrieben werden, als Übertragungsneurosen verstanden werden können, die eine ausgedehnte und akzentuierte prägenitale Konfliktthematik zeigen. So hat zum Beipiel van der Leeuw (1958, 1965) in schöner Weise am Analysenverlauf gezeigt, daß nach einer intensiven Durcharbeitung der um die ödipale Situation zentrierten Konflikte die Schicht der präödipalen Probleme sich anschloß und in deren Bearbeitung sich die ganze Analyse gleichsam wiederholte. Mit andern Worten: Bei den Übertragungsneurosen finden sich in unterschiedlichem Maße Störungen der Libidoentwicklung