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Eine Revolution hat sich während der vergangenen zwei Jahrzehnte in der Psychiatrie ausgebreitet, die viele der traditionellen und anerkannten Lehrmeinungen über die Versorgung und Behandlung psychisch Kranker in Frage gestellt hat. Zahlreiche soziale, ökonomische und kulturelle Wändlungen spielen in dieser Gärung eine Rolle. Klinische und Grundlagenforschung haben neue Einsichten in die Ätiologie und Behandlung der Geisteskrankheiten vermittelt. Darüber hinaus ist das Wirkungsfeld der Therapie und Prophylaxe seelischer Erkrankung in den letzten Jahren bedeutend erweitert worden. Die Forderungen der Gesellschaft an die Psychiatrie sind erheblich angewachsen. Es besteht ein akutes und zunehmendes Defizit an ausgebildeten Psychiatern wie auch an geschultem Personal in den angrenzenden, mit psychischer Gesundheit (Mental Health1) befaßten Sparten.
Laufende Revision der psychiatrischen Ausbildung erscheint vonnöten. Die Psychiatrie sieht sich mit der Kardinalfrage konfrontiert, was sie und wie sie es den angehenden Psychiater2 lehren soll, damit er sich den neuen Forderungen anpassen kann, welche die nächste Generation an seinen Beruf stellen wird. Einige breitangelegte, weitsichtige Richtlinien sind im letzten Bericht der Conference on Graduate Psychiatric Education festgehalten, die gemeinsam von der American Psychiatric Association und dem National Institute of Mental Health gefördert wurde (1). Indessen zeigt schon eine flüchtige Durchsicht dieses ausgezeichneten Buches die immense Aufgabe, der sich die psychiatrischen Lehrer und die künftigen Fachärzte gleichermaßen gegenübergestellt sehen, wenn sie den weitreichenden Lehrplan meistern sollen, wie ihn die Teilnehmer jener Konferenz skizziert haben.
Ebenso wichtig für den Blick in die Zukunft ist der letzte Bericht der Joint Commission on Mental Health (2) mit seiner kritischen Abschätzung der heutigen Psychiatrie sowie Empfehlungen für die künftige Weiterentwicklung. Dieser Bericht betont das Bedürfnis nach psychiat