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„Dieses Handbuch verfolgt die Absicht, dem Leser einen vollständigen Überblick über den gegenwärtigen Stand der gruppenpsychotherapeutischen Bewegung und ihrer Methoden zu verschaffen.“ Wer das Buch unter diesem Gesichtswinkel zur Hand nimmt, kommt vollkommen auf seine Kosten. 153 Autoren aus der ganzen Welt demonstrieren in fünf Sprachen sehr eindrucksvoll, welche Möglichkeiten die Gruppenpsychotherapie heute bietet. Allein 47 Anwendungsmodifikationen sind mit ihren Begründern in dieser Bewegung vertreten (S. 101). Es ist bewundernswert, wie sich diese Fülle heterogen nach wissenschaftlicher Konzeption, beruflicher und kultureller Herkunft, Methodik und Zielsetzung in dieses Interessengebiet eingliedert. Die großen Eckpfeiler sind das Psychodrama (Moreno), die Interactional Group Psychotherapy und die analytische Gruppenpsychotherapie. Der informative Charakter dieses Buches ist sicher einmalig.
Der Psychoanalytiker, der sich aus seiner begrenzten Sicht für Gruppehpsychotherapie interessiert, fühlt sich in diesem Buch etwas hin- und hergestoßen. Die Ambivalenz, mit der er sich im gruppenpsychotherapeutischen Raum behandelt fühlt, spiegelt sich an einem Druckfehler im Beitrag eines Psychoanalytikers (S. 569): „Deshalb steht unter den drei Kerns-tücken der psychoanalytischen Ausbildung die Lehranalyse nicht nur zeitlich, sondern auch rangmäßig an erster Stelle,“ Manche Referate haben einen ausgesprochen provokativen Charakter ohne konstruktiven Gehalt (S. 225).
Die Gliederung des Buches ist sehr übersichtlich. Nach einem ausführlichen historischen Überblick von Zerka Moreno folgt eine kritische Bestandsaufnahme an Hand von 41 Untersuchungen von John-Mann, die in der Feststellung gipfelt: „Die gegenwärtige Übersicht bestätigt eindeutig die Tatsache, daß Gruppenpsychotherapie objektiv meßbare Veränderungen in Haltung, Persönlichkeit und Verhalten bewirkt. Aber dieser Überblick gibt weder einen Hinweis darauf, daß eine Methode der Gruppenpsychotherapie einer anderen überl