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Innerhalb der Serie „Taschenbuch für Ärzte und Studierende“ des Thieme-Verlages erschien jetzt ein auf die Bedürfnisse der Praxis ausgerichteter, kurzgefaßter Band,
der die Alterskrankheiten zum Thema hat. Herausgeber ist Professor Dr. Gotthard Schettler, Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. 23 Fachleute verschiedener medizinischer Disziplinen behandeln gerontologische Grundfragen zur Krankheitsentstehung und -therapie sowie zur Prophylaxe und Pflege.
Für diese Besprechung interessieren vor allem die Kapitel „Sozialmedizinische Aspekte des Alters“ (M, Schär, Zürich), „Allgemeine Therapie und Pflegewesen“ (T. Geill, Kopenhagen) sowie „Psychiatrie: Zerebrale Gefäßsklerose und Hirninvolution“ (W. Schulte und R. Tölle, Tübingen).
Schär warnt vor abrupten Pensionierungen mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Dies werde vom Pensionär leicht als Schock erlebt, der zum „psychischen Tod“ führen könne. Schär plädiert deshalb für die „stufenweise Pensionierung“ mit allmählichem Abbau der Arbeitszeit anstelle der plötzlichen Arbeitseinstellung. Therapeutisch empfiehlt der Autor als Ersatz für berufliche und familiäre Verlusterlebnisse die Alten-Gruppe. Diese stelle eine Gemeinschaft dar, welche, zwecks Vermeidung einer Isolierung, regelmäßige Kontakte pflege und Probleme von gemeinsamem Interesse erörterte. Ferner wird auf die Notwendigkeit ausreichender Nebenbeschäftigungen („Hobbys“) sowie angepaßter sportlicher Betätigung verwiesen.
Der instruktive, mannigfache Aspekte berücksichtigende Beitrag von Geill enthält unter anderem Bemerkungen zur „Beschäftigungstherapie in mentaler Hinsicht“, wie sie am Hospital „De Gamles By“ in Kopenhagen betrieben wird. Die beschriebene Ermutigungs- und Stütztherapie bei älteren Menschen stellt ein beispielgebendes Modell dar. Im Abschlußkapitel „Aktive Geriatrie“ werden bemerkenswerte klinische Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Bedauerlicherweise vermittelt Geill, der sich wiederholt auf Institutionen in den USA bezieht, kei