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Die erste Auflage ist vom Rezensenten bereits in dieser Zeitschrift (IV. Jahrgang, S. 118) besprochen worden. Seitdem sind 17 Jahre vergangen und sowohl Auflagezahl sowie Auflagehöhe (93.—100. Tausend) zeugen für die Beliebtheit des Werkes. Die Auseinandersetzung mit der Neuauflage eines Buches nach 17 Jahren
am selben Orte gibt die reizvolle Gelegenheit, nach dem Wandel der wissenschaftlichen Konzeption, vor allem aber auch der Verarbeitung neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu suchen. Man darf dabei nicht außer acht lassen, daß die erste Auflage kurz nach dem Kriege noch durch die wissenschaftliche Isolierung Deutschlands—vor allem auf dem Gebiete der Psychologie—beeinträchtigt war. Eine gewisse wissenschaftliche Provinzialität war daher damals nicht zu vermeiden. Im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern gibt es im deutschen Sprachbereich kaum psychologische Lehrbücher. Das vorliegende Werk gehört zu diesen wenigen Lehrbüchern; es richtet sich vorwiegend an Lehrer, Sozialpädagogen und Berufserzieher aller Spezialisierungen. Damit hat es eine große Breitenwirkung und eine gravierende pädagogische, ja politische Bedeutsamkeit. Das Buch bestimmt somit das. entwicklungspsychologische Informationsniveau verschiedener Erziehergenerationen und prägt die daraus resultierende Einstellung zum Kinde und Jugendlichen.
Die große Beliebtheit, deren es sich erfreut, verdankt es wohl der Empfehlung durch die Dozenten der Pädagogischen Hochschulen, der preisgünstigen Gestaltung durch den Verlag und—last, not least—der didaktisch sehr geschickten Anlage durch den Autor. Das sehr ins Detail gegliederte Inhaltsverzeichnis gibt dem Leser und vor allem dem Lernenden die Möglichkeit, sich einzelne Kapitel oder Themen auszuwählen, sei es, um sich zu informieren, sei es, um diese durchzuarbeiten. Das Literaturverzeichnis umfaßt 1557 Titel—nicht nur Bücher, sondern auch Zeitschriftenaufsätze—und ist nach Sachgebieten geordnet. Der Leser findet also Hinweise auf weiterführende Sp