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In dem Abschnitt „Die Regression“ in seiner „Traumdeutung“ (1900) unterscheidet Freud drei Formen der Regression: 1. Umkehr der Folge Erregung - motorische Entladung in Erregung - Halluzination; 2. funktionale Regression, d. h. der psychische Apparat funktioniert auf einer primitiveren Stufe; 3. zeitliche Regression: die Libido regrediert zu früheren Entwicklungsphasen, die Objektbeziehungen regredieren zu infantilen Objekten und die bereits erlangten Ich-Funktionen sinken gleichfalls auf eine niedrigere Stufe hinab.
Die ersten beiden Regressionsformen sind die regelmäßigen Kennzeichen des Traumes. Der Traum ist nach Freud der Wächter des Schlafes. Diese seine regressive Funktion ist notwendig und nützlich, es ist eine Regression im Dienste des Ichs, insofern der Wunsch zu schlafen eine Ich-Funktion ist. Es ist eine Regression im Dienste der geistigen und körperlichen Gesundheit.
Das Funktionieren gemäß dem Primärprozeß bleibt während der gesamten Entwicklung des Kindes bedeutsam; im Wachleben des Erwachsenen spielt es eine Rolle in den Tagträumen. Das logische Denken entwickelt sich spät, und wir alle wissen, wie rasch es unter dem Druck von Affekten aufgegeben wird. Auch die Einsicht in die zeitliche Aufeinanderfolge ist für das kleine Kind noch zu schwierig. Kinder von zwei Jahren bis weit hinein in das dritte Lebensjahr verwechseln leicht die Zeiten und sagen etwa: „Gestern werde ich Geburtstag haben“ oder „Der Weihnachtsmann ist morgen gekommen“. Das scheint mir nicht nur eine Unsicherheit im grammatischen Gebrauch der Sprache zu sein, sondern es deutet auch darauf hin, wie leicht die Kinder die Vergangenheit mit der Zukunft verwechseln. Die Zeit scheint für sie reversibel zu sein. Eine häufige Phantasie ist die folgende: „Wenn ich einmal groß bin und du bist klein, dann bin ich deine Mutter.“
Berta Bornstein (1951) beschreibt in ihrer klassischen Arbeit über die Latenzzeit, wie Kinder mit Erwachsenen so sprechen, als dächten sie gemäß dem Sekundärprozeßdenken, un