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Die erste Zusammenfassung über unsere Erfahrungen mit dem Erstinterview habe ich mitten aus der täglichen Arbeit heraus niedergeschrieben, um den gegewärtigen Entwicklungsstand festzuhalten. Sie gibt den persönlichen Stil einer umschrieben in Arbeitsgruppe wieder, deren Mitglieder gemeinsam an der Ausgestaltung beteiligt sind, unterstützt durch Anregungen anderer Gruppen mit ähnlichen Interessen. Deshalb bin ich allen meinen Kollegen zu großem Dank verpflichtet und erfülle gern die wichtige Funktion in unserer Gruppe, ihre Ideen und Fragestellungen schriftlich niederzulegen. Hierin liegt natürlich auch eine klare Begrenzung der allgemeinen Anwendung unserer Ergebnisse. Die wichtigsten Anregungen erhielten wir aus englischen psychoanalytischen Kreisen, vorwiegend vermittelt durch persönliche Kontakte mit Dr. M. Balint, Dr. H. Ezriel, Dr. P. Heimann, Dr. W. Hoffer und Dr. P. Turquet.
Da wir uns noch in einem kontinuierlichen Arbeitsprozeß befinden, bleibt meine Zusammenfassung in vielerlei Hinsicht unfertig und hält sich besonders zum Schluß hin für neue Probleme und Fragestellungen offen. Das gilt besonders für die ersten Typisierungsversuche des allgemeinen Verhaltens im Erstinterview, das bei klarerer Abgrenzung relativ zuverlässige Voraussagen erlauben könnte. So bestätigt sich immer wieder, daß der „anspruchsvolle Patient“ trotz seines anfänglichen Bemühens nie eine geordnete Behandlung eingeht.
Mein besonderer Dank gilt Herrn Professor A. Mitscherlich für die beständige Förderung unserer Arbeit und meinem Mitarbeiter Herrn Dr. K. Frank, der mit mir das ganze Manuskript noch einmal durchgegangen ist.
Das Frankfurter Sigmund-Freud-Institut steht - wie auch andere poliklinisch tätige psychoanalytische Institute - vor der schwierigen Aufgabe, aus einer großen Zahl von Behandlungsuchenden die Patienten auswählen zu müssen, für die die vorhandenen psychotherapeutischen Verfahren geeignet und erfolgversprechend erscheinen. Angewendet werden in erster