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H. F. Searles ist seit mehr als 15 Jahren in Chestnut Lodge - dort wirkte seinerzeit bekanntlich Frieda Fromm-Reichmann - als Psychoanalytiker mit der Behandlung schizophrener Kranker beschäftigt. Er gehört zweifellos zu den besten Kennern der dynamischen Psychopathologie dieser Patienten. Die Beiträge, mit denen Searles die Schizophrenieforschung bereicherte, liegen nunmehr in einem stattlichen Sammelband vereinigt vor. Es ist eine reiche Ernte, die hier ausgebreitet wird, und der Rezensent kann sich nicht anmaßen, ihr im Rahmen einer kurzen Besprechung gerecht zu werden, zumal uns der Autor selbst einen sehr klaren und umfassenden Überblick über die Entwicklung seiner Erfahrungen und Gedanken in einer längeren Einleitung (S. 19-38) gegeben hat. Ich will deshalb nur einige der wichtigsten Thesen des Verfassers herausstellen in der Hoffnung, dadurch zum gründlichen Studium des Werkes anzuregen.
Die schizophrenen Syndrome sind Reaktionsformen. Sie erwachsen aus einer gestörten Entdifferenzierung der am Ausgangspunkt jeder psychischen Entwicklung stehenden symbiotischen (Mutter-Kind-)Dualunion. Zu den essentiellen Merkmalen der Reaktionsform Schizophrenie - der mánifesten schizophrenen Psychose - gehören defiziente Modi der interpersonellen Integration und Differentiation (vgl. insbesondere Kap. X und XI). Beide Prozesse zeigen eine wechselseitige Abhängigkeit und alternieren miteinander in den verschiedenen normalen wie pathologischen seelischen Entwicklungsphasen. Das Studium des interpersonellen Verhaltens schizophrener Patienten erlaubt zwei extreme Grenztypen zu unterscheiden: Den „nicht-integrierten“ und den „nicht-differenzierten“ Schizophrenen (S. 306, 311).
Einige besonders charakteristische Konsequenzen der Störung der differenzierenden und integrierenden Funktionen sind die der klinischen Nosologie wohlbekannten Zeichen der Appersonierung und des Transitivismus. Der Verfasser zeigt an eindrucksvollen Beispielen (Kap. VI, Psyche XII), daß beide Vorgänge, insow