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Die Autorin berichtet über das Ergebnis zwanzigjähriger Erfahrungen als Kindertherapeutin an nordamerikanischen Kinderkliniken. Aus der Wiener Schule hervorgegangen, sind ihre Arbeiten an den grundsätzlichen Forschungen Anna Freuds über das Kind in der Krankheit orientiert, was auch in der gemeinsamen Herausgabe und Mitarbeit Anna Freuds zum Ausdruck kommt.
Es handelt sich beim Rainbow-Hospital um ein Krankenhaus für chronisch kranke und rekonvaleszente Kinder, mit ihren vielfältigen psychologischen Problemen. Das Rainbow-Hospital ist eine Außenstation der Univ.-Kinderklinik Cleveland und untersteht dessen klinisch-therapeutischer Regie. Es wurde ganz auf die besonderen psychischen Bedürfnisse chronisch kranker Kinder mit intensivem Schulunterricht und Beschäftigungstherapie eingestellt.
Es besteht für die Eltern, und in epidemiefreien Zeiten auch für die Geschwister der Kranken, eine unbeschränkte Besuchszeit. Bei Wohlbefinden der Kinder werden Wochenendbesuche daheim ermöglicht, als Vorboten einer allmählichen Rückgewöhnung der Kinder an die Familie.
Die Verlegung muß infolge der Sensibilisierung durch die vorangegangenen Krankenhausaufenthalte mit großer Behutsamkeit vorgenommen werden, zumal das Kind auch im früheren Krankenhaus mit Arzt und Schwester usw. eine „Familie“ zurückläßt. Neben initialen Reaktionen einer extremen Verwirrung finden sich mühsam angepaßte Musterkranke, die aber bei der geringsten zusätzlichen Belastung dekompensieren bzw. in infantile Verhaltensweisen regredieren. Depressive Reaktionen sind nicht selten. Während die älteren Kinder ein kooperatives Verhalten zur helfenden Schwester entwickeln, fühlen sich die Kleinkinder von der Mutter im Stich gelassen. Hier kann die Mutter durch ihre Mitarbeit zu einer entscheidenden Hilfe werden, bisweilen aber auch in ihrer eigenen Hilflosigkeit störend wirken.
Während die Kinder in der Krankheit Schuldgefühle - wegen Masturbation und Ungehorsam - entwickeln, fühlen sich auch die Mütter oft am Ausbruch