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Zwei psychiatrische Studien an Baseler und Berliner Kindern (G. Waage und L. Zumpe) und C. Haffters psychoanalytische Interpretationen ethnologischer Phänomene in drei skandinavischen Ländern und ihren Subkulturen ergänzen mit einer reichhaltigen Kasuistik ältere Erfahrungen anderer Autoren im Umgang mit suicidgefährdeten jungen Menschen. Selbstmordhandlungen, überwiegend aus Aggressionsumkehr und Fluchttendenzen erwachsend, sind fast immer Signalsymptome und Schlußpunkte langbestehender multikonditionaler Fehlentwicklungen, zugleich aber auch verzweifelte Hilferufe, die therapeutische Aktivität erfordern. Hereditäre Belastungen sind ebenso wie Psychosen, entgegen tradierter Ansicht, weit weniger belangvoll als vorgegebene intellektuelle Minderbegabungen und organische Hirnschäden, die zu kurzschlüssigen Handlungen prädestinieren; bei ihnen,.wie aber auch bei den neurotischen kindlichen Suicidenten gewinnen situative Momente und Störungen affektiver Bezüge entscheidende Bedeutung (broken families, überforderte Mütter, Isolation, Suicidvorbilder in der Umwelt, Vorstellungen über Vereinigung mit einem geliebten Toten im Grab oder im Jenseits usw.). Die tatauslösenden Anlässe sind zumeist erstaunlich banal, schon