You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Schon der Titel der vorliegenden Schrift, sowie die Tatsache, daß sie von einem Facharzt und einem Psychologen gemeinsam veröffentlicht wurde, verweist auf ihre Absicht: Die Kluft zwischen Jugendpsychiatrie und Psychologie durch Gegenüberstellung der Entwicklung der beiden Disziplinen zu verringern, die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten durch wissenschaftliche Annäherung und intensivere praktische Zusammenarbeit zu vergrößern. Die 13 Beiträge sind eine Auswahl von Vorträgen, die auf einer Tagung anläßlich der Eröffnung des Jugendpsychiatrischen Institutes der Stadt Essen, 1964, gehalten worden sind.
„Das Leitthema“, heißt es im Vorwort des Herausgebers, „charakterisiert zugleich die Zielrichtung, unter der die von der Stadt Essen neugeschaffene Einrichtung ihre Arbeit aufnimmt.“ Die vorliegende Schrift enthält in ihrem ersten Teil Beiträge verschiedener Autoren über allgemeine Fragen der Psychodiagnostik (Förster, van Krevelen, Wewetzer, Seebandt) sowie über die Einrichtungen, in denen praktische jugendpsychiatrische Arbeit durchgeführt wird (Stutte, Rewoldt). Im zweiten Teil folgen Einzelarbeiten zu speziellen psychodiagnostischen Fragestellungen. Alle Beiträge stammen von Fachleuten, die in ihrer praktischen Arbeit erfahren haben, wie künstlich die Abgrenzung von Eigenbereichen ist und welche Schwierigkeiten aus Kompetenzstreitigkeiten oder Angst vor Kompetenzüberschreitungen, gleichgültig ob von einzelnen oder von Institutionen, entstehen; Schwierigkeiten, die einen größeren finanziellen Aufwand und eine Mehrbelastung an Arbeit und Zeit verursachen.
Die einzelnen Vorträge zeigen Probleme des Jugendpsychiaters und des Psychologen in der Privatpraxis, an Kliniken, Anstalten, Jugendämtern und Schulen, aber auch solche des Anstaltsleiters, des Lehrers von Normal- oder Sonderschulen, des Jugendrichters und des Jugendgerichtshelfers. Sie sind daher für jeden auf diesem Gebiete Arbeitenden in gleicher Weise lesenswert und selbst dort, wo sie keine neuen Erk