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Zahlreiche frühere Untersucher haben die Meinung vertreten, daß der habituelle Abort mindestens zum Teil auf emotionalen Faktoren beruht (3-5, 7, 9, 12, 15). Einige Forscher haben auch spezifische Konflikte angeführt, die in der Persönlichkeit der Patientinnen wirksam seien. So wird z. B. festgestellt, daß diese Patientinnen Schwierigkeiten haben, ihre Weiblichkeit und Mutterschaftsrolle anzunehmen (4, 5, 9). Andere meinen, daß zu diesen spezifischen Persönlichkeitskonflikten noch eine besondere Art von Belastung hinzukommen müsse, ehe es zum habituellen Abort kommt (14). Daß die Psychotherapie solchen Frauen helfen konnte, voll ausgetragene, lebensfähige Kinder zur Welt zu bringen, wird als ein zusätzlicher Beweis dafür angeführt, daß emotionale Faktoren in großem Ausmaße im Spiel sind (6, 7, 9, 11, 12, 14, 15). Es wurde auch die Meinung ausgesprochen, daß emotionale Faktoren endokrinologische Reaktionen auslösen könnten, so etwa eine höhere Adrenalinausschüttung, wodurch dann die vorzeitigen Kontraktionen des Uterus verursacht würden (2).
Der schlecht schließende Zervikalkanal, den man bei Frauen mit habituellem Abort ziemlich häufig fand und von dem man ursprünglich annahm, daß es sich um eine gynäkologische Läsion handele (8), wurde seither auch bei Frauen diagnostiziert, bei denen keine Verletzung des Zervikalkanals vorlag und die Cervix keinerlei anatomischen Defekt erkennen ließ. Mehrere Forscher nahmen daher eine kongenitale mangelhafte Verschlußfähigkeit des Muttermundes an (1, 10). Man könnte jedoch auch daran denken, daß die vorzeitige Dilatation und Entfaltung des Zervikalkanals eine physiologische Reaktion auf endokrinologische Veränderungen ist, die zum Teil als sekundäre Folgen auf emotionalen Streß eintreten.
Eine solche Schwäche der Muskulatur des Zervikalkanals wird durch die Shirodkar-Operation behandelt. Im Prinzip besteht die Operation aus einer Beutelnaht, die in der Submucosa um die Cervix herumgeführt wird, und zwar in Höhe des inneren Muttermu