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Der Verfasser — Professor für Sondererziehung an der Universität Jerusalem — unternimmt es in diesem Buch, die meist recht unterschiedlich theoretisch begründeten Arbeitsziele von Fürsorge, Erziehung in Familie und Heim und Psychotherapie unter einem gemeinsamen Blickwinkel zu fassen. Dazu dient ihm eine auf psychoanalytischer Grundlage aufgebaute Persönlichkeitstheorie.
Alle die angegebenen Arbeitsgebiete streben einen Persönlichkeitswandel im Klienten an, dessen Ziel Frankenstein mit dem Begriff der „Verinnerung“ beschreibt. Diese Verinnerung soll dem pathologischen Prozeß der „Externalisierung“ entgegenwirken, den er zunächst unter den Bedingungen extremer Armut entstehen sieht und dem er eine Reihe von Symptomen zuordnet. Einen ähnlichen Trend findet er in der (daher defekten) Erziehung in der Mittelklasse westlicher Kulturen wie auch in der Charakterbildung bei bestimmten Gruppen von gestörten Jugendlichen. Auch die Neurose faßt er unter dem Begriffspaar von Äußerlichkeit und Verinnerung, indem er sie als „falsche Verinnerung“ interpretiert.