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Der Beitrag von L. Veszy-Wagner hat das wissenschaftlich und psychoanalytisch legitime Ziel, die Zwangsneurose und alle ihre Erscheinungsformen in einer spezifischen nosologischen Definition auf einen einzigen Faktor zurückzuführen.
Zufällig hatte auch ich Gelegenheit, den Fall eines Zwangsneurotikers in einer Arbeit zu beschreiben, die allerdings nicht die Zwangsneurose als solche, sondern die weibliche Position in verschiedenen nosologischen Zuständen betrachtet1. Auch ich habe dabei den homosexuellen Faktor hervorgehoben und finde daher L. Veszy-Wagners Gesichtspunkt höchst anregend und überzeugend. Ich stimme ihrer These als ganzer zu, möchte jedoch einige Ausdrucksformen der Störung diskutieren. Es handelt sich dabei im wesentlichen um die Art und Weise der homosexuellen Beziehung des Zwangsneurotikers und um andere, sich daraus ergebende Punkte. Außerdem werde ich einige eigene Beobachtungen erwähnen, die mit denen von Veszy-Wagner übereinstimmen.
Erstens sollte man meines Erachtens die homosexuelle Beziehung des Sohnes zum Vater in ihre beiden, offenbar fundamental entgegengesetzten Aspekte unterteilen.
Veszy-Wagner betont den Wunsch des Sohnes, mit dem Vater eine Zwei-Einheit einzugehen, aus der die Mutter und daher auch die im positiven Ödipuskomplex enthaltene Heterosexualität ausgeschlossen sind. Nach Veszy-Wagners Ansicht ist die ganze Homosexualität mit der Verwirklichung dieser Zwei-Einheit verbunden. Die Autorin schreibt:
„Vater und Sohn müssen geschützt werden, weil ihre Beziehung so konflikthaft ist. … Sie ist aus zwei Gründen unnormal: Erstens ist eine solche Zweierbeziehung (Zwei-Einheit) nur im frühesten Säuglingsalter normal, und dann nur zwischen Mutter und Säugling. Und da es zwischen Vater und Sohn keine normale Zwei-Einheit gibt, vollzieht sich der Schutz, d. h. das Ritual, in einem aura-ähnlichen seelischen Zustand, in den beide eingehüllt sind.“
Hier handelt es sich wohl in Wirklichkeit um eine oral-narzißtische Beziehung, eine Verschmelzung, d