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Die auf dem von der Firma Sandoz veranstalteten Symposium verhandelten Fragen der pharmakopsychiatrischen Kombinations- und Langzeittherapie können im Rahmen dieser Zeitschrift nicht ausführlich besprochen werden. Ein Vormittag des Kongresses war der Kombination von Psychopharmakotherapie mit Psychotherapie gewidmet. Darüber hinaus klangen sozialpsychiatrische Gesichtspunkte in zahlreichen Vorträgen an.
Während in der Praxis „Typische Indikationen für die kombinierte Pharmakotherapie psychischer Störungen“ (Flügel) unter Verwendung einiger grundsätzlich in ihrer Wirkung unterscheidbarer Gruppen von Medikamenten sich herausgestellt und durchgesetzt haben, divergieren die theoretischen Vorstellungen über deren Wirkungsweise erheblich.
Gegenüber klinischen Erfahrungsberichten (Hippius, Kaning und Selbach, Pichot und Bailly u. a.) bedeuten die von Taeschler und Loew vorgetragenen experimentellen Methoden zur quantifizierbaren Abgrenzung von Wirkungsprofilen einzelner Psychopharmaka einen Schritt über das sonst nur „Eindrucksmäßige“ hinaus (Kranz), wie sehr auch diese empirischen Befunde isolierbarer antriebshemmender, antiemotiver und aktivierender sowie hinsichtlich ihrer vegetativen Effekte evtl. antagonistischer Wirkungen einer Übersetzung und des Einbaus in die komplexeren Bedingungen der menschlichen Psychopathologie bedürfen.
Petrilowitsch („Die Kombinationstherapien im Lichte der psychiatrischen Krankheitslehre“) weist darauf hin, daß in der Einschätzung der Möglichkeiten psychiatrischer Kombinationstherapie sich die grundsätzliche pathogenetische Auffassung des Psychiaters widerzuspiegeln pflegt. Die Ansichten reichen von einem dem Psychopharmakon zuerkannten sedierend-syntonisierenden Effekt, der lediglich die psychotherapeutische Arbeit erleichtere, bis zu der Überzeugung, man werde eines Tages die pharmakotherapeutischen Indikationen biochemisch definieren und den Weg zur Abgrenzung nosologischer Einheiten auf diese Weise frei machen können. Psychotherapeutische