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Es soll hier nicht vom Charakter des Psychoanalytikers die Rede sein, wie er sich in seinem Privatleben äußert. Vielmehr soll betrachtet werden, welche von der Persönlichkeit des einzelnen Psychoanalytikers diktierte Variante in das Verständnis des Arztes für seinen Patienten hineingetragen wird und wie diese Variante in der Theorie der psychoanalytischen Technik berücksichtigt wird. Die Diskussion bedient sich der Sprache der Psychoanalyse, dürfte aber auch für andere Formen der Psychotherapie nicht ganz unerheblich sein.
Die Hauptzüge derjenigen psychoanalytischen Technik, die am häufigsten praktiziert wird, wurden von Freud formuliert und erfuhren durch Anna Freuds Arbeit „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ (1936) eine wichtige Systematisierung. Freud betrachtete als wesentliches Merkmal der psychoanalytischen Technik die Analyse der Übertragung. In der Lehranalyse erwirbt sich der Psychoanalytiker einen ausreichenden Grad sekundärer Autonomie in seiner beruflichen Funktion, so daß er, in Freuds Gleichnis aus dem Jahre 1912, wie ein Spiegel die emotionalen Reaktionen seines Patienten auffangen kann, und zwar auf eine Weise, daß diese Reaktionen auf den Analytiker zur Beleuchtung der Beziehungen benützt werden können, die der Patient zu anderen Menschen hat.
Die gedanklichen Operationen des Psychoanalytikers in jeder Behandlungsstunde könnten folgendermaßen schematisch dargestellt werden: Aus den verbalen Assoziationen und dem sie begleitenden Verhalten des Patienten zieht der Analytiker gewisse vorläufige Schlüsse. Er benutzt diese erstens, um die Quelle seiner Angst zu lokalisieren; danach beobachtet er, wie der Patient versucht, sich gegen diese Angst durch Abwehrmaßnahmen zu schützen; dann schließt er auf die Art der nach Abfuhr strebenden dahinterliegenden Triebe; er sieht, wie der Kampf zwischen Trieb und Angst sich in der Beziehung zum Analytiker manifestiert; und schließlich macht er dem Patienten eine Mitteilung, die sich in erster Linie auf die Natur seine