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Der erste Teil der Arbeit bringt eine Übersicht über die in der psychoanalytischen Literatur zur Erklärung der Arbeitsstörungen entwickelten mannigfaltigen Hypothesen. Diese Hypothesen haben entweder den Vorgang des Versagens, der manifesten Störung, zum Gegenstand, und gehen von seiner Erscheinungsform aus, oder ergaben sich zwangsläufig aus der Analyse phasenspezifischer Konflikte. Einige Autoren fragen sich, warum Schülern die Lösung bestimmter Aufgaben — z. B. Lesen, Schreiben oder Rechnen — mißlingt, und die Formen des Mißlingens werden als Arbeitsstörungen betrachtet, für die dann die aufklärenden Hypothesen gesucht werden; andere Autoren zeigen, wie aus seelischen Konflikten — z. B. während der Periode der infantilen Sexualforschung oder während des Übergangs zur negativen Ödipuseinstellung — notwendig auch Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit entstehen müssen. Die zur Definition dieses Begriffes zunächst notwendige Frage, welche seelischen Voraussetzungen eigentlich vorliegen müssen, damit Leistungen erbracht werden können, Arbeitsfähigkeit also vorliegt, wurde nie vorsätzlich erörtert. Zwar finden wir in der Literatur Hinweise auf die Bedeutung des Stellenwerts des Realitätsprinzips für den Vollzug einer Leistung; Hinweise auf die Rolle, die den Ichfunktionen, besonders den differenzierenden, organisierenden und synthetischen Kräften des Ichs zukommt; Hinweise auf die Bedeutung der Neutralisierungs- und Sublimierungsfähigkeit des Ichs, auf die Funktionstüchtigkeit der dem Ich zur Verfügung stehenden Abwehrmittel, die den zur theoretischen Leistung immer notwendigen Sekundärprozeß vor den Einbrüchen primärer Dynamismen schützen sollen. Aber alle diese Überlegungen werden punktmäßig zur Erklärung spezifischer Arbeitsstörungen entwickelt, zielen jedoch nicht auf den Entwurf einer Theorie, die die als Arbeitsstörungen imponierenden Phänomene von einem bestimmten Denkansatz her zu erklären versucht.
In den Studien