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Seit mehreren Jahren wußte ich von dem Plan zu diesem Werk und war auf seine Veröffentlichung gespannt. Beide Autoren erschienen mir wegen ihrer Erfahrung im Unterricht und in der wissenschaftlichen Forschung besonders geeignet für die schwierige Aufgabe, die sie sich gesetzt hatten. Joan Fleming ist Rektor und Kontrollanalytikerin am psychoanalytischen Institut in Chicago, und Therese Benedek ist durch ihre Forschungsarbeit und als Lehranalytikerin bekannt.
Das Ziel der Autoren war, ihre Unterrichtsmethoden einer kritischen Untersuchung zu unterziehen und dabei ihre Aufmerksamkeit auf jedes Detail der Methoden und Probleme ihrer Kontrolltätigkeit zu richten. Sie sind der Ansicht, daß “die Beziehung zwischen Therapeut und Patient grundlegende Aspekte mit der Beziehung zwischen Student und Kontrollanalytiker gemeinsam hat. Beide beruhen auf Rapport, Verständnis, Objektivität und Urteilsfähigkeit. Der Kontrollanalytiker, wie der Analytiker im therapeutischen Prozeß, ist das Instrument im Lehr-Lern-Prozeß und gleichzeitig sein Beobachter.”
Die Methodologie des analytischen Lehrprozesses ist nie zuvor systematisch untersucht worden. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die doppelte Funktion der Kontrollanalyse, nämlich die klinische der Behandlung von Patienten und die noch wichtigere Aufgabe, einen zukünftigen Analytiker auszubilden. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, daß es durchaus nicht leicht ist, diese beiden Funktionen zu vereinen, und daß man die eine oder die andere zeitweilig aus dem Auge verlieren kann Nach der Meinung der Verfasser muß jeder Kontrollanalytiker seine eigene Lösung finden, die von den individuellen Unterschieden zwischen Patient und Student, seiner Begabung, Charakterstruktur, Erfahrung und seinem Wunsch zu lernen abhängt. Der Kontrollanalytiker mag Nachdruck auf den Lehr-Aspekt legen, oder er mag sich “als Analytiker des Patienten sehen”, so daß der Student nur ausführt, was man ihm vorsagt. Die dritte Möglichkeit ist, daß der Kontroll