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Der vorliegende Text ist ein Teil eines Berichtes über einige Beobachtungen und Eindrücke, die aus einer noch nicht abgeschlossenen psychoanalytischen Langzeitstudie über psychische Befunde bei bestimmten Negern aus einer Stadt im Norden der USA hervorgegangen sind. In dieser Studie soll abgegrenzt und geklärt werden, auf welche Weise die Kultur1 der dominierenden weißen Bevölkerung die psychische Struktur der Neger bestimmt und somit auf die Verhaltensweisen des Einzelnen Einfluß genommen hat, — und zwar auf sein Verhalten sowohl innerhalb der Subkulturen der Negerbevölkerung als auch innerhalb der Großkultur; beides unterliegt einem Wandel (Dean und Rosen, 1955; Frazier, 1957; Ingle, 1964; Johnson, 1957; McLean, 1946; Rose, 1961; Williams, 1947, 1964) 2 Die speziell psychoanalytische Blickrichtung dieser Arbeit geht auf die Einstellungen und Verhaltensmuster im Zusammenhang mit Ausbildung und Arbeit.
Das Grundpostulat lautet, daß die psychische Entwicklung eines jeden Menschen, unabhängig von seiner sozialen Klassifizierung als Weißer oder Schwarzer, funktionell abhängig ist von seinen angeborenen Anlagen, von seinen Primärerfahrungen innerhalb der Familie und schließlich von den außerfamiliären wechselseitigen Beziehungen, die er als Kind und junger Erwachsener zu seiner Subkultur und zu den Gruppen der Großkultur unterhält. Für den Zweck dieser Arbeit wird Großkultur umfassend definiert als die der amerikanischen weißen Bevölkerung, Subkultur als die der amerikanischen Negerbevölkerung3. Die vorliegende Studie soll nun, am Beispiel einiger amerikanischer Neger, aus dem ganzen dynamischen Komplex diejenigen Aspekte der psychischen Struktur genauer herausarbeiten, welche offenbar für die unbewußten Bedeutungen und Motivationen der Ausbildung und der Arbeit bestimmend sind. Einige Überlegungen zu diesen