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R. R. Greenson beginnt sein Buch, von dem jetzt der erste Band vorliegt, mit dem Satz: „Ich bin der Meinung, daß trotz der großen Schwierigkeiten dieser Aufgabe die Zeit für ein Lehrbuch der psychoanalytischen Technik gekommen ist.“ Diese Feststellung hat gerade für Deutschland eine besondere Bedeutung, weil bei uns die Psychoanalyse einen großen Nachholbedarf hat. Ein derartig umfassendes Standardlehrbuch ist deshalb für uns ein Geschenk im richtigen Augenblick. Für die Belange der Ausbildung und zur Schaffung einer gemeinsamen Diskussionsbasis sollte dieses Buch möglichst bald ins Deutsche übersetzt werden, zumal außer den technischen Schriften Freuds die am häufigsten benutzten Bücher von Glover und Menninger nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen.
Das vorliegende Buch ist ein klassisches klinisches Lehrbuch. Lehrbuch, weil es in meisterhafter Weise didaktisch aufbaut, veranschaulicht, in verschiedenen Zusammenhängen wichtige Punkte wiederholt, neu aufgreift und von einfachen in komplizierte Themen überleitet. Klinisch, weil die breite ausgereifte Praxis eines erfahrenen Psychoanalytikers, Mitglied einer sehr differenzierten analytischen Gruppe, zur Darstellung kommt und an unendlich vielen präzise durchgearbeiteten Fallbeispielen lebendig gemacht wird. Klassisch, weil R. R. Greenson sehr sorgfältig, fast konservativ die traditionelle Psychoanalyse vertritt, sie gegen nicht integrierbare Neuerungen abgrenzt, aber dabei offen bleibt, ohne starr dogmatisch zu werden. Die analytische Haltung, die dem Leser aus diesem Buch entgegentritt, ist seriös-menschlich, wie wir sie auch bei uns gepflegt wissen möchten.
Der vorliegende erste Band gruppiert sich nach einer Einführung in die grundlegenden psychoanalytischen Konzepte um die beiden großen Themen der Technik „Widerstand“ und „Übertragung“. Beide werden in sich systematisch gegliedert. Einer einführenden Arbeitsdefinition folgt die Darstellung des klinischen Erscheinungsbildes, ein historischer Rückblick und di